Sevilla-Leihe gefloppt: Was passiert jetzt mit Martial?

Beim FC Sevilla hinterließ Anthony Martial keinen bleibenden Eindruck. Vielmehr setzte er mit schwachen Leistungen in Andalusien ein noch größeres Fragezeichen hinter seine Zukunft.

Anthony Martial verzweifelt im Trikot des FC Sevilla
Anthony Martial verzweifelt im Trikot des FC Sevilla ©Maxppp

Die Leihe beim FC Sevilla hätte auf die Karriere von Anthony Martial vitalisierend wirken sollen. Der französische Flügelstürmer entschied sich bewusst gegen Offerten von noch größeren Klubs. Juventus Turin und der FC Barcelona blitzten bei den Beratern des 26-Jährigen ab – in Andalusien wollte Martial endlich wieder in die Erfolgsspur finden.

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Pustekuchen. Die Bilanz des Angreifers in La Liga ist ernüchternd. Neun Einsätze verteilt auf etwas weniger als 500 Spielminuten. Torausbeute? Fehlanzeige. Lediglich ein Assist gelang Martial in der Liga für Sevilla. Immerhin schoss er beim 3:1-Erfolg gegen Dinamo Zagreb in der Europa League ein Tor.

Präsident José Castro zeigt sich deshalb auch wenig begeistert vom Leihgeschäft, das mit einer Gebühr von sechs Millionen Euro und der anteiligen Übernahme des Gehalts große Teile des Budgets verschlang: „Wir haben es mit einem Spieler versucht, der seine Qualitäten gezeigt hat, aber er war nicht in der Lage sich anzupassen. Er hat mehrere Verletzungen gehabt. Es war eine reine Leihe und er wird zu United zurückkehren. Er hat nicht so gespielt, wie wir es wollten.“

Weiterhin ohne Zukunft in Manchester?

Bei Manchester United allerdings hat Martial seinen Kredit bereits verspielt. Im Sommer soll der 30-fache Nationalspieler die Red Devils idealerweise per Transfer verlassen. Da der ehemalige Profi von der AS Monaco noch bis 2024 an United gebunden ist, erwartet man am Old Trafford eine Ablöse für den Torjäger, den man sich 2015 noch 60 Millionen Euro kosten ließ. Hinzu kommt dem Vernehmen nach ein Jahresgehalt von umgerechnet 15 Millionen Euro.

Eine wirtschaftliche Hürde, die es extrem kompliziert macht, einen neuen Klub für Martial zu finden. Selbst wenn United nur wenig Ablöse fordert und der Spieler seine Gehaltsansprüche zurückschraubt, wäre die Verpflichtung alles andere als ein Schnäppchen. Eine Investition in diesen finanziellen Gefilden hat Martial in den vergangenen Jahren schlichtweg nicht durch Leistung gerechtfertigt.

Cantona lag falsch

Bei Martials Ankunft in Manchester hatte Legende Eric Cantona noch prognostiziert: „Martial ist Frankreichs größtes Talent, in drei Jahren wird er 100 Millionen Euro wert sein. Hoffentlich schießt er viele Tore für United.“ Es kam bekanntlich ganz anders.

Für United geht es voraussichtlich darum, die Verluste bei Martial geringzuhalten und Gehaltsbudget für den Umbruch freizuschaufeln. Wohin es Martial zieht, ist derzeit noch völlig unklar. Interessenten für den teuren Offensivspieler stehen jedenfalls nicht Schlange, da der Rechtsfuß den Nachweis seiner sicherlich vorhandenen Qualitäten schon seit geraumer Zeit schuldig geblieben ist.

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