Flicks Stadiontour: Überraschungskandidaten für das DFB-Team

Karim Adeyemi, Florian Wirtz und David Raum: Hansi Flick verhalf in seinen ersten Partien als Bundestrainer drei jungen Spielern zum Debüt. Weitere könnten und sollen folgen.

Hansi Flick auf der Tribüne der Allianz Arena
Hansi Flick auf der Tribüne der Allianz Arena ©Maxppp

Am Samstagabend wohnte Bundestrainer Hansi Flick dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig bei – und das, obwohl mit Lukas Klostermann nur ein aktueller A-Nationalspieler teilnahm. Vorgänger Joachim Löw hätte sich den Ausflug ins Rheinland daher wohl gespart, Flick verfolgt einen anderen Ansatz.

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„Wir versuchen, dass wir uns überall sehen lassen. Wir wollen möglichst viele deutsche Spieler sehen, die für uns interessant sind“, erläuterte der 56-Jährige bei ‚Sky‘. Und auch in Köln sah Flick potenzielle künftige Nationalspieler. Offensivallrounder Jan Thielmann (19) zeige etwa „eine gute Geschwindigkeit“, so Flick im ‚Express‘, leiste „sich aber noch ein paar Leichtsinnsfehler“.

Kölns Keeper Timo Horn (28) zeigte sich in Topform und schaffte es in die FT-Topelf des 5. Spieltags. „Gut gehalten“, nannte Flick das, betonte aber auch, dass das DFB-Team „bei den Torhütern perfekt aufgestellt“ sei. Aber: Mit Bernd Leno (29) droht gerade eine etablierte Ersatzkraft ihren Stammplatz beim FC Arsenal zu verlieren. Entsprechend könnte ein neuer Torwart aufrücken.

Mittelstürmer-Hoffnung aus Wolfsburg

Auch abseits von Köln gibt es natürlich interessante deutsche Spieler, die noch nicht für die Nationalmannschaft aufliefen. Ein heißer Kandidat für ein baldiges Debüt ist Wolfsburgs Lukas Nmecha (22). Allein dessen Eignung als Mittelstürmer – die Problem-Position im DFB-Team – macht den U21-Europameister interessant. Flick erkundigte sich bereits bei Wölfe-Trainer Mark van Bommel nach Nmecha, der sich aber zunächst einen Stammplatz beim VfL erobern sollte.

In seiner Zeit als Trainer des FC Bayern legte Flick übrigens großen Wert auf einen Linksfuß in der Innenverteidigung. Zu diesem Zweck berief der Bundestrainer dann auch gleich Nico Schlotterbeck (21) in seinen ersten DFB-Kader. Der Freiburger kam aber nicht zum Einsatz. Ein weiterer interessanter Linksfuß: Felix Uduokhai (24) vom FC Augsburg, der bereits unter Löw schonmal beim DFB-Team reinschnuppern durfte, aber noch auf sein Debüt wartet.

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