Bundesliga

Inácio-Transfer: Harte Attacke auf den BVB

Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo lieferten sich nicht nur am gestrigen Abend ein intensives Duell. Auch abseits des Platzes geht es allem Anschein nach heiß her.

von Lukas Weinstock - Quelle: Sky Italia
1 min.
Samuele Inácio im BVB-Porträt @Maxppp

Den ersten Teil des sportlichen Duells entschied Borussia Dortmund für sich: Mit 2:0 gewann der BVB am gestrigen Abend das Playoff-Hinspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Schon nach dem Spiel kam es zu einem unterkühlten Handschlag der beiden Trainer.

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Wie sich nun herausstellt, fliegen auch hinter den Kulissen die Fetzen. Nach eigenen Aussagen von Atalanta-Präsident Antonio Percassi boykottierten die Bosse der Italiener am gestrigen Dienstag das obligatorische UEFA-Mittagessen mit den Verantwortlichen des BVB. Der Grund dafür ist durchaus pikant.

Laut Percassi habe sich Dortmund beim 2024 abgewickelten Transfer von Toptalent Samuele Inácio nicht regelkonform verhalten. Gegenüber ‚Sky Italia‘ schimpft der Funktionär: „Es gab einen eklatanten Mangel an Respekt. Es ist bedauerlich, dass ein Verein dieses Kalibers die Angelegenheit nicht klären will. Der Junge ist bei uns ausgebildet worden, es gibt eine Frist, innerhalb derer wir handeln können, und Atalanta hat sich in der Vergangenheit korrekt verhalten. Vereine müssen einander respektieren: Dortmund kann nicht einfach ein Talent aus Atalantas Jugendakademie ‚stehlen‘. Es ist eine offene Wunde, aber aus juristischer Sicht sind wir überzeugt, im Recht zu sein.“

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Drohen dem BVB Konsequenzen?

Zum Gespräch mit Dortmunds Geschäftsführer Sport Lars Ricken kam es Percassi zufolge aber trotz des abgesagten Treffens dennoch: „Ich habe mich trotzdem mit dem Geschäftsführer von Borussia getroffen und ihm die Situation noch einmal erklärt.“

Inwiefern der BVB gegen geltendes FIFA-Recht verstoßen hat, erläutert Percassi nicht näher. Ob der Borussia in Zukunft Konsequenzen drohen, lässt sich anhand der sich widersprechenden Aussagen ebenfalls nicht abschätzen. Sollte Percassi wirklich im Recht sein, stellt sich die Frage: Warum greift er das Thema erst eineinhalb Jahre später auf?

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