Streitpunkte bei RB: Flieht Klopp auf die Trainerbank?
Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp ist dem RB-Imperium ein international viel beachteter Coup geglückt. Rund ein Jahr nach der Verpflichtung bricht sich aber Ernüchterung Bahnen. Die Streitpunkte sind unübersehbar.
Jürgen Klopp sollte bei RB als Head of Global Soccer die Fußballsparte des Multi-Sport-Projekts auf eine neue Ebene heben. Erfolge kann die Liverpool- und BVB-Legende aber bislang nicht vorweisen – im Gegenteil.
Wie die ‚L‘Équipe‘ berichtet, sind die Streitpunkte zwischen Klopp und RB unübersehbar. Zum einen wird in Leipzig die Kritik lauter, dass sich Klopp im vergangenen Sommer für die Verpflichtung von Trainer Ole Werner starkgemacht hat. Die Sachsen spielen eine erneut eher schwache Saison, die Qualifikation zur Champions League ist auch in dieser Spielzeit akut gefährdet.
Nichts zu sagen in Paris
Beim FC Paris scheinen darüber hinaus die Kompetenzen des mehrfachen deutschen und englischen Meister-Trainers nicht klar geregelt. Beim Klub, an dem der RB-Konzern 10,6 Prozent der Anteile hält, war Klopp mehrfach vor Ort im Stadion. Und auch von den Besitzern, der Familie Arnaud, wurde er bereits direkt konsultiert. Bei den strategischen Entscheidungen ist Klopp allerdings außen vor.
Auf der Suche nach einem Nachfolger des geschassten Trainers Stéphane Gilli hätte Klopp auf sein Netzwerk zurückgreifen können. So wären unter anderem Marco Rose und Adi Hütter verfügbar gewesen. Schlussendlich fiel die Wahl mit Antoine Kombouaré aber auf einen Trainer außerhalb des Klopp‘schen RB-Kosmos.
Trainer-Rückkehr
Jüngst wurde bereits über einen RB-Abschied von Klopp berichtet. Dazu passend plauderte Berater Mark Kosicke zuletzt aus dem Nähkästchen, sein Klient müsse vielleicht „wieder die Kabine riechen“. Laut ‚Sky Sport CH‘ könnte die Rückkehr auf die Trainerbank „schneller als erwartet“ vollzogen werden.
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