Kehl stellt Malen vor: „Sancho-Vergleich unfair“

Borussia Dortmunds Wunschspieler Donyell Malen hat den Trainingsbetrieb aufgenommen. Sebastian Kehl erklärt, worauf sich die BVB-Fans freuen dürfen.

Donyell Malen war bei der EM im Einsatz
Donyell Malen war bei der EM im Einsatz ©Maxppp

Die offizielle Bekanntgabe steht noch aus, am Training von Borussia Dortmund nimmt Donyell Malen aber schon teil. Linzenzspielerleiter Sebastian Kehl freut sich bei ‚Sky‘: „Donyell ist ein sehr spannender Spieler, der in den letzten Jahren bei Eindhoven unglaublich viele Tore erzielt hat, für Assists steht, unglaubliche Schnelligkeit hat. Sein Torriecher wird uns hoffentlich bereichern.“

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Malen, den Kehl als „technisch versiert“ umschreibt, sei „ein Spieler, der auf verschiedenen Positionen spielen kann: Auf der Halbposition im Sturm, als zentraler Stürmer, auch wenn man mal mit zwei Stürmern spielt oder auf der Außenbahn.“

Der 22-jährige Rechtsfuß trumpfte in der abgelaufenen Saison mit der PSV Eindhoven mit 37 Scorerpunkten (27 Tore, zehn Assists) in 45 Pflichtspielen auf. Kehl glaubt, „dass er sich weiter entwickeln kann. Die Bundesliga wird nochmal ein neues Niveau sein, das ist auch für ihn eine gewisse Anpassung – auch bei der Qualität unserer Mannschaft. Aber der Junge hat richtig Lust und wir sehen großes Potenzial.“

„Sancho-Vergleich unfair“

Die Malen-Verpflichtung ist in erster Linie eine Reaktion auf den Abgang von Jadon Sancho (21), der für 85 Millionen Euro zu Manchester United wechselt. Dem jungen Niederländer will man aber nicht alleine die Bürde aufladen, die großen Sancho-Fußstapfen auszufüllen.

Ein Vergleich mit Sancho wäre „unfair“, findet Kehl: „Jadon hat auch eine gewisse Zeit gebraucht, sich dahin zu entwickeln.“ Zudem sei Malen „vom Profil ein anderer Spieler. Donyell kann auch von der Außenbahn kommen, zieht dann aber meistens nach innen. Jadon war mehr ein Spieler, der an der Linie herausgeragt hat. Wir haben bei dieser Personalie versucht, ein anderes Profil zu erstellen und sind damit sehr glücklich.“

30 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni gehen auf das Konto der PSV Eindhoven. Eine Preiskategorie, in der bisher nur Ousmane Dembélé, Mats Hummels und André Schürrle stehen. Es sei ein „großer Transfer allein wegen des Volumens in dieser Zeit, in der wir uns wirtschaftlich befinden. Wir haben uns gestreckt, obgleich wir eine klare Kante gegenüber PSV gezeigt haben.“

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