FT-Kurve Bundesliga

Leihe am Deadline Day: Kann Chávez Köln sofort verstärken?

Der 1. FC Köln hat am Deadline Day nochmal zugeschlagen: Felipe Chávez wechselte auf Leihbasis vom FC Bayern ans Geißbockheim. FT stellt den Youngster vor.

von Daniel del Federico
2 min.
Felipe Chávez in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg @Maxppp

Die lange Suche nach einem neuen Mittelfeldspieler endete beim 1. FC Köln erst am letzten Tag des Transferfensters. Mit Felipe Chávez sicherten sich die Domstädter ein hochveranlagtes Talent vom FC Bayern. Der 18-Jährige wechselt auf Leihbasis samt Kaufoption, wobei sich der Rekordmeister dem Vernehmen nach eine Rückkaufklausel gesichert hat.

Unter der Anzeige geht's weiter

Der zentrale Mittelfeldspieler war 2019 vom FC Augsburg in die Akademie des FC Bayern gewechselt und durchlief dort diverse Jugendmannschaften. In der laufenden Saison durfte der Youngster erstmals Profiluft schnuppern. Unter Trainer Vincent Kompany debütierte der Youngster beim ersten Spiel nach der Winterpause gegen den VfL Wolfsburg (8:1). Im Oktober des vergangenen Jahres feierte er bereits sein Debüt für die peruanische Nationalmannschaft.

Das fehlende Puzzleteil

Was den FC-Fans besonders Hoffnung machen kann, ist die Spielintelligenz des Linksfußes. Chávez agiert für sein Alter erstaunlich abgeklärt und sucht ständig nach Pässen ins vordere Drittel. „Felipe kann das Spiel vor allem hintenraus ankurbeln. Dass er einen guten linken Fuß hat, sieht ein Blinder mit einem Auge“, schwärmte Köln-Coach Lukas Kwasniok.

Unter der Anzeige geht's weiter

Prominente Unterstützung erhält Chávez von einer Bundesliga-Legende. Landsmann und Ex-Kölner Claudio Pizarro sieht in ihm eine echte Bereicherung für die Geißböcke: „Mit seinen Stärken im Spielaufbau kann er das fehlende Puzzleteil zwischen Defensive und Offensive werden.“ Pizarro fügte noch hinzu: „Gerne hätte ich damals vor ihm im Sturm gespielt.“ Die Zahlen des Offensivtalents bei der U19 des FC Bayern belegen seinen Offensivdrang: In 19 Partien sammelte der Peruaner 24 Scorerpunkte (12 Tore, 12 Vorlagen).

Sofortige Verstärkung mit Welpenschutz

Neben seiner Qualität im Passpiel bringt Chávez weitere Komponenten mit, die dem Kölner Kader in dieser Form fehlten: Torgefahr aus der Distanz und Qualität bei ruhenden Bällen. Der Aufsteiger ist in dieser Saison nämlich als einziger Bundesligist noch ohne Torerfolg nach einer Ecke. In engen Räumen findet der Mittelfeldspieler ebenfalls konstant gute Lösungen. Kwasniok sieht seinen neuen Schützling überall „zwischen einer offensiven Sechs und einer defensiven Zehn.“

Unter der Anzeige geht's weiter

Doch trotz aller Euphorie tritt der FC-Coach erstmal auf die Bremse. Auf die Frage nach einem Startelf-Einsatz gegen RB Leipzig (Sonntag, 15:30 Uhr) entgegnete der Übungsleiter deutlich: „Nein! Wir machen es im Mittelfeld sehr gut. Gerade gegen Leipzig würde ich ihm keinen Gefallen tun.“

Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge kann sich der FC zurzeit keine Experimente erlauben. Chávez ist körperlich noch nicht auf dem Niveau, das in der Bundesliga gefordert wird. Gegen den Ball ist er zwar sehr aktiv, dennoch gilt dies als seine größte Baustelle. Gelingt es ihm jedoch, sich auch physisch schnell anzupassen, könnte der Leihspieler im Saisonendspurt zum entscheidenden Faktor für die Domstädter werden.

Unter der Anzeige geht's weiter
Unter der Anzeige geht's weiter
In die Zwischenablage kopiert