Brisante Enthüllung: Spieler ließen Toppmöller hängen
Am gestrigen Sonntag musste Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt seine Sachen packen. Grund war auch eine Kluft zwischen Trainer und Mannschaft.
Ein magerer Sieg aus den vergangenen neun Pflichtspielen war zu wenig – gestern verkündete Eintracht Frankfurt die Entlassung von Trainer Dino Toppmöller. Insbesondere die anhaltenden Defensivprobleme bekam der Übungsleiter nicht in den Griff und wirkte zunehmend ratlos. Die Mannschaft folgte Toppmöller zum Ende nicht mehr.
Laut der ‚Bild‘ hatte der 45-Jährige nämlich sehr wohl bis zum Ende noch Ideen, um die Risse in der Defensive zu kitten. Das Problem: Der Mannschaft fehlte dem Boulevardblatt zufolge der Glauben, dass diese Einfälle Früchte tragen.
In der Folge hätten die Spieler daher versucht, eigene Lösungen zu finden. Dieser Eindruck entstand auch bei Sportvorstand Markus Krösche. „Die Jungs wollten Dinge umsetzen und gut machen und kommen dann in eine Art Panikmodus, in dem sie nicht mehr als Team agieren, sondern jeder versucht, seinen Weg zu gehen“, versuchte sich der Funktionär auf der heutigen Pressekonferenz vor dem CL-Duell gegen Qarabag Agdam an einer Erklärung.
Krösche spricht Tacheles
Was in der Öffentlichkeit wirkte, als würde sich Krösche vor die Mannschaft stellen, sah intern offenbar etwas anders aus. Nach Informationen der ‚Bild‘ hielt der SGE-Boss am Montagmorgen eine Ansprache an die Mannschaft, in der er dem Team klarmachte, dass nicht nur er selbst, sondern insbesondere sie eine Mitschuld am Aus von Toppmöller trägt.
Dass die Mannschaft bei der Entscheidung nur ein gewisses Mitspracherecht hatte, machte Krösche ebenfalls auf der Pressekonferenz deutlich: „Wir sind kein Debattierklub. Wir haben die Entscheidung getroffen und die Mannschaft informiert. Sie wissen, worum es geht.“ Der Ton wird noch schärfer als ohnehin schon bei den Adlerträgern.
Klarheit bis zum Wochenende
Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren. Favorit ist nach übereinstimmenden Medienberichten Marco Rose. Die Gespräche sind in vollem Gange, noch vor dem Wochenende will man im besten Fall eine Einigung erzielen. Ob der Ex-Leipzig-Coach die Spieler besser erreicht?
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