FT-Kurve La Liga

Alvarez-Eskalation mit Ansage | Infantino sägt Kritiker ab

In Madrid kommt es zum großen Transfer-Showdown und bei der FIFA rollt der nächste Kopf – im Sinne des Fußballs leider erneut der falsche. Die FT-Presseschau am Dienstag.

von Martin Schmitz
2 min.
Die FT-Presseschau am 18.08.2026 @Maxppp

Woche der Wahrheit

Seit Monaten tobt ein heftiger Transferstreit zwischen Atlético Madrid und dem FC Barcelona um Julián Alvarez. Der 26-jährige Angreifer steht noch bis 2030 bei den Rojiblancos unter Vertrag, will aber unbedingt zu Barça wechseln. Die Katalanen haben den Weltmeister ganz oben auf ihre Wunschliste gepackt, doch Madrid blockt weiterhin ab. Laut der ‚Marca‘ steht nun die entscheidende Woche an: „Es ist ein Treffen zwischen dem Argentinier und seinem Präsidenten Gil Marín geplant. Dabei will Alvarez die Einhaltung eines Wechselversprechens einfordern, dass ihm die Colchoneros gegeben haben sollen.“ Zuletzt war der Torjäger sogar bereits in den Streik getreten, hatte sich geweigert im Vorbereitungsspiel gegen Olympique Marseille (2:1) aufzulaufen.

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Laut dem Journalisten José Álvarez soll die Schuld klar beim Klub liegen, wie er in der Sendung ‚El Chiringuito‘ berichtete: „Julián fühlt sich von Atlético hin und her geschoben. Es werden Dinge ans Licht kommen, die nicht unbedingt einen guten Eindruck vom Verein vermitteln werden. Sie schieben ihn beiseite, und Julián ist traurig. Das hat man insbesondere im Training gesehen.“ Derselbe Journalist erklärt, dass Madrid dazu neigen würde, den Torjäger überallhin zu verkaufen – nur nicht an den FC Barcelona. Doch es ist fraglich, ob es angesichts des hohen Marktwerts des Spielers noch weitere Interessenten gibt. Dem Vernehmen nach soll Álvarez persönlich ein Angebot vom FC Arsenal abgelehnt haben.

FIFA-Krieg geht weiter

Während sowohl die externe als auch interne Kritik an den Investorenplänen und besonders dem Gebaren von Gianni Infantino nicht leiser wird, entledigt sich der allmächtige FIFA-Boss seines schärfsten hauseigenen Gegensprechers. Wie der Weltverband offiziell bekanntgibt, muss Betriebsdirektor Kevin Lamour seine Koffer packen. Gründe für das Ende der Zusammenarbeit werden nicht genannt, zuletzt hatte Lamour jedoch schwere Vorwürfe gegen Infantino erhoben. Er erklärte öffentlich, Infantino habe Mitarbeiter hintergangen, die Besseres verdient hätten als Missachtung und Einschüchterung. Indirekt forderte er die Ablösung des FIFA-Präsidenten: „Es ist das Projekt einer einzigen Person. Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen, es ist die Zeit gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen.“

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Lamour ahnte dabei offenbar schon, dass er Konsequenzen zu erwarten hätte: „Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann sei es so. Zumindest werde ich heute Nacht gut schlafen.“ Parallel dazu berichtet ‚The Athletic‘ davon, dass der FIFA-Ausschuss für Governance, Audit und Compliance ein Schreiben erhalten habe, in dem die Organisation aufgefordert wird, Gianni Infantino bei den FIFA-Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr für eine weitere Amtszeit als nicht wählbar zu erklären. Die Beschwerde stammt von FairSquare, einer gemeinnützigen Organisation und Interessenvertretung, die nach eigenen Angaben „eine bessere, demokratischere Führung fördert, um zu verhindern, dass Sportinstitutionen zu Leid und Schaden beitragen“.

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