Am heutigen Donnerstagabend (21 Uhr) will der SC Freiburg gegen den FC Utrecht den zweiten Sieg in der Europa League einfahren. In der Bundesliga finden sich die Breisgauer derweil nach sieben Spieltagen auf einem soliden zehnten Tabellenplatz wieder. Die Neuzugänge konnten allerdings noch keine große Rolle einnehmen, vor allem der teuerste Einkauf fällt bislang ab.
Yuito Suzuki (23) – Note 5
Rund zehn Millionen Euro zahlte Freiburg für den Japaner, der in der vergangenen Saison für Bröndby IF in 40 Pflichtspielen mit 13 Toren und sieben Vorlagen geglänzt hatte. Mehr war zuvor nur für Landsmann Ritsu Doan (27/jetzt Eintracht Frankfurt) ausgegeben worden. Doch in der Bundesliga findet sich Suzuki noch nicht zurecht. Nachdem der Zehner an den ersten beiden Spieltagen in der Startelf nicht überzeugen konnte, kamen wochenlang keine weiteren Minuten hinzu. Erst am vergangenen Sonntag gegen Eintracht Frankfurt (2:2) wurde er wieder eingewechselt. Beim Europa League-Duell am heutigen Donnerstag erhält Suzuki die Chance in der Startelf.
Cyriaque Irié (20) – Ohne Note
Viel bitterer hätte der Start für den jungen Flügelstürmer, der für 8,5 Millionen Euro vom französischen Zweitligisten ESTAC Troyes gekommen war, nicht laufen können. Aufgrund einer Malaria-Erkrankung musste der Linksfuß sogar im Krankenhaus behandelt werden und fehlte dem SCF in den vergangenen Wochen. Glücklicherweise steht Irié mittlerweile wieder auf dem Trainingsplatz.
Igor Matanovic (22) – Note 4
Der bullige Mittelstürmer ging den gegenteiligen Weg von Doan und wechselte aus Frankfurt nach Freiburg. Der rund sieben Millionen Euro teure Neuzugang muss bislang jedoch mit der Rolle als Joker vorliebnehmen, überzeugte in dieser mit seinem Doppelpack zum 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart Mitte September. Weitere Torbeteiligungen stehen für den Kroaten aber noch nicht zu Buche.
Philipp Treu (24) – Note 4
Für 5,5 Millionen Euro holte der SCF den Rechtsverteidiger vom Ligakonkurrenten FC St. Pauli zurück. Wegen einer Schulterverletzung wurde Treu aber in den entscheidenden Wochen der Vorbereitung außer Gefecht gesetzt. Zweimal durfte der gebürtige Heidelberger bislang starten, ansonsten musste er Routinier Lukas Kübler (33) den Vortritt lassen.
Derry Scherhant (22) – Note 3
Für festgeschriebene zwei Millionen Euro zog es den Flügelflitzer von Hertha BSC zum Team von Trainer Julian Schuster. Nachdem der Rechtsfuß in den ersten Partien regelmäßig eingewechselt worden war, durfte er gegen Frankfurt erstmals von Beginn an ran. Scherhant nutzte die Chance eindrucksvoll, markierte unter anderem nach zwei Minuten den Führungstreffer. Trotz der Konkurrenz um Vincenco Grifo (32) winken nun weitere Startelf-Einsätze.
Anthony Jung (33) – Note 3,5
In Freiburg feierte der erfahrene Linksfuß sein Debüt in der Europa League. Hinter dem Stammduo Matthias Ginter (31) und Philipp Lienhart (29) ist allerdings kein Vorbeikommen. Läuft es für Jung zwar auf persönlicher Ebene noch nicht rund, ist der Routinier für die Breisgauer eine verlässliche Option, die man zudem ablösefrei von Werder Bremen unter Vertrag nehmen konnte.
Neuzugänge kommen noch nicht in Tritt
Der SCF verkaufte im Sommer einige wichtige Spieler, allen voran 21-Millionen-Verkauf Doan galt es zu ersetzen. Die Einnahmen wurden in mehrere junge Spieler reinvestiert. Jedoch haben sich die Nezugänge bislang noch nicht etablieren können. Zum Teil erschwerten Verletzungen den Start. Beim heutigen Europa League-Duell gegen Utrecht erhalten mit Suzuki und Treu zwei Einkäufe die Chance in der Startelf, sich mit einer guten Leistung für mehr Einsatzzeiten zu empfehlen.
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