526 Tage bei Juve: De Ligt zieht Bilanz

Rund eineinhalb Jahre ist der Transfer von Matthijs de Ligt zu Juventus Turin nun her. Für den ehemaligen Abwehrchef von Ajax Amsterdam war es ein hartes erstes Lehrjahr bei der Alten Dame. Mittlerweile ist der erst 21-Jährige nicht mehr wegzudenken aus Andrea Pirlos Startelf.

Matthijs de Ligt spielt seit Sommer 2019 für Juve
Matthijs de Ligt spielt seit Sommer 2019 für Juve ©Maxppp

Matthijs de Ligt lässt seine bisherige Zeit bei Juventus Turin Revue passieren. Für eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro, die aufgrund von Boni mittlerweile auf 85 Millionen Euro angestiegen ist, wechselte der damalige Kapitän von Ajax Amsterdam und von zahlreichen Topklubs, darunter auch der FC Bayern, umworbene 19-Jährige im Sommer 2019 zu den Bianconeri – und erlebte einen Kulturschock.

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„Für mich haben sich viele Dinge geändert“, erklärt er im Gespräch mit ‚The Athletic‘. „Ich habe die Art des Verteidigens geändert. Ich habe die Seite gewechselt, auf der ich spiele, von rechts nach links. Ich habe das Land gewechselt. Ich habe die Teamkollegen gewechselt“, zählt der Niederländer weiter auf.

„Alles vergessen, was ich gelernt habe“

39 Pflichtspiele bestritt das Abwehrtalent in seiner ersten Saison für Juve, der eine steile Lernkurve innewohnte. „Es war wirklich anders, denn bei Ajax war ich es gewohnt, den Stürmer zu beobachten, das war meine Referenz“, erinnert sich der Innenverteidiger.

De Ligt fährt fort: „Bei Juventus musste ich plötzlich alles vergessen, was ich bei Ajax gelernt hatte, und versuchen, auf meine Teamkollegen zu schauen. Ich war es nicht gewohnt. Am Anfang hatte ich viele Zeitpunkte, an denen ich gezweifelt habe. Was soll ich jetzt tun?“

Stahlbad Serie A

In Italien, dem Land der Verteidiger, wurden die Leistungen des jungen Niederländers, der in seiner Premieren-Saison auch den ein oder anderen Elfmeter verursachte, kritisch beäugt. „Es ist eine große Herausforderung für einen Verteidiger, sich in einem Land wie Italien als Nicht-Italiener zu beweisen“, sagt de Ligt.

Nachdem der niederländische Nationalspieler im ersten Jahr bei Juventus auch oft über 90 Minuten auf der Bank saß, verpasste er in der aktuellen Spielzeit nach überstandener Schulterverletzung lediglich zwei Pflichtspielminuten. Nach der kritischen Anfangszeit im vergangenen Jahr ist der Abwehrspieler endgültig angekommen: „Ich bereue es nicht. Ich bin wirklich glücklich mit meiner Wahl.“

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