DFB-Comeback & Bayern-Aus: Boateng bezieht Stellung

Dem Ende bei der Nationalmannschaft folgt im Sommer wohl auch der Abschied beim FC Bayern. Jérôme Boateng nimmt nun Stellung zu zwei heiklen Themen.

Jérôme Boateng bejubelt einen eigenen Treffer
Jérôme Boateng bejubelt einen eigenen Treffer ©Maxppp

Die Rufe nach einer DFB-Rückkehr des aussortierten Weltmeister-Trios um Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng waren nie lauter als nach der historischen 0:6-Pleite gegen Spanien. Letztgenannter kann sich ein Comeback in der Nationalmannschaft durchaus vorstellen.

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„Grundsätzlich schließe ich es nicht aus, es käme aber auch darauf an, wie ich mich in dem Moment fühle“, so Boateng im Interview mit ‚Spox.com‘ und ‚Goal.com‘. Dass dieses Szenario unter Bundestrainer Joachim Löw eher unwahrscheinlich ist, weiß aber auch Boateng: „Das wurde im vergangenen Jahr bereits klar kommuniziert. Der DFB hat sich für diesen Weg entschieden, das muss man respektieren – und das tue ich.“

„Über die Berichterstattung überrascht“

Löw setzt nicht mehr auf Boateng – anders als Vereinstrainer Hansi Flick. Für den FC Bayern bestritt der Innenverteidiger in dieser Saison neun von 13 möglichen Partien. Dennoch plant die Münchner Führungsetage ohne Boateng: Laut der ‚Bild‘ wurde bereits beschlossen, den auslaufenden Vertrag mit dem 32-Jährigen nicht zu verlängern.

Boateng sagt: „Ich war über die Berichterstattung überrascht und hätte mir gewünscht, dass man sich vorher zusammensetzt. Jetzt beschäftige ich mich damit aber nicht mehr.“ Der Abwehrspieler ist sich sicher, den Bayern nach wie vor weiterhelfen zu können: „Ich fühle mich richtig gut und topfit und habe in den letzten Monaten abgeliefert und meine Leistungen gebracht. Das ist auch das Feedback, das ich von Hansi Flick und meinen Mitspielern bekomme. Das ist das Wichtigste für mich.“

„Neue Herausforderung“

Für den Rest der Saison liege Boatengs Fokus „zu 100 Prozent darauf, mit dem Verein die fünf Titel aus der letzten Saison zu verteidigen. Wenn der Tag kommt, an dem die Wege sich trennen, werde ich stolz auf die Jahre und viele Erfolge mit diesem Verein zurückblicken. Nicht viele Fußballer dürfen so etwas erleben.“

Unter anderem zwei Champions League-Titel, acht Meisterschaften und fünf DFB-Pokalsiege feierte Boateng mit Bayern. Nun blicke er „voller Motivation nach vorne und freue mich auf das, was kommt.“ Die Premier League gilt als mögliches Ziel, auch die USA sollen eine Option für Boateng sein, der stets betonte, dass er „gerne noch einmal etwas anderes kennenlernen und eine neue Herausforderung annehmen möchte.“

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