Gladbach vs. Bayer: Das Millionenspiel

Wenn am morgigen Samstagnachmittag Bayer Leverkusen bei Borussia Mönchengladbach gastiert, geht es für beide Mannschaften um mehr als nur drei Punkte. Auch im Hinblick auf den kommenden Transfermarkt ist das Duell von besonderer Wichtigkeit.

Kai Havertz (l.) und Marcus Thuram (r.) treffen aufeinander
Kai Havertz (l.) und Marcus Thuram (r.) treffen aufeinander ©Maxppp

Das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr) kann getrost als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnet werden. Zwei Zähler und zwei Tabellenplätze trennen beide Teams, ein Sieg wäre somit für beide ein wichtiger Schritt in Richtung Champions League-Qualifikation.

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„Ein Topspiel“

Bayer kann mit einem Sieg gegen Gladbach und gleichzeitigem Punkteverlust von RB Leipzig (Sonntag, 15:30 Uhr) gegen Mainz 05 auf Rang drei der Tabelle klettern. Die Gladbacher könnten sich ihrerseits vom ungeliebten fünften Platz distanzieren.

Die Trainer beider Klubs versuchen gar nicht erst, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen. „Wir können alle die Tabelle lesen und wissen, worum es geht“, erklärte Fohlencoach Marco Rose. Sein Leverkusener Pendant Peter Bosz ergänzt: „Das ist ein Topspiel. Es gibt derzeit fünf Mannschaften, die sich um die Champions League-Plätze streiten.“

Transferplanungen

Die sportliche Relevanz der Partie ist also so groß wie offensichtlich – zumal die Qualifikation für die Champions League die zukünftige Zusammenstellung beider Kader maßgeblich beeinflussen könnte. Gladbach-Manager Max Eberl betonte im ‚Stern‘, dass es sein Ziel sei, die aktuelle Mannschaft zusammenzuhalten. Weitere Verstärkungen hängen vom sportlichen Erfolg ab – die Königsklasse wäre also bei beiden Vorhaben eine große Hilfe.

Ähnlich sieht es in Leverkusen aus. Die Werkself verfügt derzeit über einen extrem tiefen Kader, der klar auf Dreifachbelastung ausgelegt ist. Was in der aktuellen Phase ein Luxus für Bosz ist, könnte auf dem kommenden Transfermarkt zu Konflikten führen, wenn ambitionierte Bankdrücker auf einen Wechsel pochen. Die Aussicht, auch im kommenden Jahr Königsklasse zu spielen, könnte so manchen unzufriedenen Profi aber doch von einem Verbleib überzeugen.

In unsicheren Corona-Zeiten werden sich die Finanzchefs beider Klubs zudem um jeden zusätzlichen Euro aus TV-Einnahmen freuen. Borussia Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen: Das Millionenspiel.

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