Tah-Poker: Rolfes-Klartext und Vertragsverlängerung?
Das Thema Jonathan Tah zieht sich weiter durch den Transfermarkt. Bayer Leverkusens Geschäftsführer Sport Simon Rolfes hat sich zu einem möglichen Transfer des Nationalspielers geäußert.

Noch neun Tage bleiben dem FC Bayern, um den Transfer von Jonathan Tah einzutüten. Darüber, ob die Münchner das noch umsetzen wollen, gibt es unterschiedliche Berichte. Mal heißt es, man habe an der Säbener Straße grundsätzlich kein Interesse mehr am Innenverteidiger, dann wiederum, dass neue Verhandlungen zum Transfererfolg führen könnten.
Simon Rolfes, Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen, spricht bei ‚Sport1‘ über den Stand der Dinge. „Es gibt dazu keine Entwicklung oder konkrete Sachen, die die Situation verändern würden“, so der Leverkusener Funktionär. Er sei „optimistisch, beziehungsweise habe bisher keine Anzeichen gesehen, dass Jonathan im nächsten Jahr nicht bei uns spielt.“
Darauf angesprochen, dass Tah bei einem Scheitern des Bayern-Transfers in einem Jahr ablösefrei gehen könnte, sagt Rolfes: „Das werden wir dann sehen, wie sich das darstellt. Wir sind momentan guter Dinge, dass Jonathan bleibt und das ist eine gute Konstellation für uns, weil Jonathan ein wichtiger Spieler für uns ist.“
Auf eine Transferabsage verzichtet Rolfes erneut: „Im Fußball darf man aber nie etwas ausschließen. Es sind noch zehn Tage. In den letzten Wochen wurde viel spekuliert und zehn Tage könnt ihr das noch weiter tun. Dann werden wir alle das Ergebnis wissen. Im Moment gehe ich aber davon aus, dass er bleibt.“
Was sagt Eberl?
Und auf Seite der Bayern? Da sagte Sportvorstand Max Eberl am gestrigen Dienstag nach einem Testspiel: „Ich glaube, dass wir einen sehr, sehr guten Kader haben.“ Die Botschaft: Es wird in München wohl nichts mehr passieren auf dem Transfermarkt, auch nicht nach der schwereren Verletzung von Josip Stanisic. Die Frage, ob es sich dabei nur um Verhandlungstaktik handelt, wird sich in den nächsten neun Tagen beantworten.
Vertragsverlängerung möglich?
Für den Fall, dass Tah tatsächlich in Leverkusen bleiben sollte, will die Werkself den Abwehrchef gern längerfristig binden. Wie die ‚Bild‘ berichtet, bereiten die Verantwortlichen aktuell ein Vertragsangebot vor, das dem Nationalspieler Anfang September vorgelegt werden soll. Dieses würde ihn zum Topverdiener neben Florian Wirtz (21) und Patrik Schick (27) machen, so die Tageszeitung.
Ob Tah einer solchen Offerte zustimmen würde, bleibt abzuwarten. In den vergangenen Monaten hieß es immer wieder, dass der 28-Jährige jedweden Vorstoß von Seiten der Leverkusener zur Vertragsverlängerung abgeblockt habe. Möglicherweise bewirkt das Scheitern seines Bayern-Transfers aber ein Umdenken.