40 Millionen Euro Ablöse hat der FC Bayern München für Javi Martínez bezahlt. Die Summe war festgeschrieben im Vertrag des Mittelfeldspielers, auf das Entgegenkommen von Athletic Bilbao hoffte der deutsche Rekordmeister vergeblich. Doch immerhin schienen mit der Ausstellung des Schecks alle Rechnungen beglichen – bis sich CA Osasuna eingeschaltet hat.

Dem Jugendverein von Martínez steht eine Ausbildungsentschädigung über rund 850.000 Euro zu. Wie Vereinspräsident Miguel Archanco beim spanischen Radiosender ‚Cadena Ser‘ versichert, fordert der Klub diese Summe vom FC Bayern ein. Die Münchner hätten nun „einen Monat Zeit“, um zu zahlen. Dabei betonte FCB-Präsident Uli Hoeneß noch am gestrigen Mittwoch, dass Osasuna den Betrag „von Bilbao“ erhalte.

Dem Verein aus Pamplona wird es am Ende egal sein, wer denn nun die in den FIFA-Statuten festgelegte Summe bezahlt. Dass Bilbao einen Schritt auf die Bayern zugeht und die 850.000 Euro freiwillig überweist, ist nicht zu erwarten. Womöglich stehen den Rechtsexperten des Bundesliga-Tabellenführers nach dem zähen Ringen um Martínez in derselben Personalie weitere schlaflose Nächte ins Haus.