Der erst 18-jährige Mohanad Ali ist für sein Alter schon sehr weit. Als 17-Jähriger hatte er sein Debüt für die irakische Auswahl gefeiert. In seinem ersten Pflichtspiel steuerte er gleich zwei Treffer gegen Saudi-Arabien bei. Insgesamt stehen für ihn in 14 Länderspielen acht Treffer zu Buche. Vor allem mit Blick auf sein Alter ein starker Wert.

Noch treffsicherer zeigte sich der Sturmtank in den jeweiligen U-Nationalmannschaften. In der U16-Landesauswahl konnte er zwölf Buden in lediglich zehn Partien markieren – wohlgemerkt als 13-Jähriger. Bei den U17-Junioren stellte Ali ebenfalls seine Torjägerqualitäten unter Beweis. In vier Begegnungen gelangen ihm fünf Tore. Aktuell verdient er sein Geld in der höchsten irakischen Profiliga bei Al-Shorta SC.

Großes Interesse aus Europa

Doch schon im Winter stand ein Wechsel zur Debatte. Spielervermittler Wolfgang Meier wollte Ali damals in Europa unterbringen. „Es gab Angebote von KRC Genk und vom FC Midtjylland. Auch Slavia Prag und Cagliari Calcio haben mitgemischt“, so Meier gegenüber FT. Zudem machten Gerüchte die Runde, Topklubs wie Manchester United, Juventus Turin, Benfica Lissabon und Borussia Dortmund hätten das Sturmjuwel auf dem Zettel. Konkret fragten diese Klubs aber wohl nicht an.

Schlussendlich platzte der Wechsel nach Europa aber. Grund dafür war wohl die Forderung der Al-Shorta-Bosse. Nach Beginn der Verhandlungen erhöhten sie den Preis auf einmal von 700.000 Euro auf zwei Millionen. Die Bewerber zogen sich in der Folge zurück.

Für Meier, der mit Alis ursprünglichem Berater zusammenarbeitete, ist der Transfer in eine ambitioniertere Liga aber nur eine Frage der Zeit. „Er hat das Potenzial zur Weltklasse. Und mit dieser Einschätzung bin ich vorsichtig.“ Mohanad Ali ist also ein Name, den man sich merken sollte.