Transfer-Wünsche: Nagelsmann spricht Klartext

Durch den gestrigen 4:2-Sieg beim 1. FC Köln befindet sich RB Leipzig weiterhin auf Kurs Champions League. Trainer Julian Nagelsmann will sein Team zur kommenden Saison dann neuen Einflüssen aussetzen.

Julian Nagelsmann beim 4:2-Sieg in Köln
Julian Nagelsmann beim 4:2-Sieg in Köln ©Maxppp

Julian Nagelsmann hält mit seinen Transferwünschen nicht hinterm Berg. Vor rund einer Woche hatte sich der Coach öffentlich offensivstärkere Außenverteidiger für RB Leipzig gewünscht, „da können wir auf beiden Seiten nachlegen“, sagte Nagelsmann gegenüber der ‚Sport Bild‘. Finanziell möglich sei das in diesem Sommer aber nur, wenn man auch Spieler verkaufe.

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Nach dem 4:2-Sieg beim 1. FC Köln am gestrigen Montag tat der 32-Jährige dann eine weitere Schwachstelle seines Teams kund: die Kommunikation und das gegenseitige Coaching auf dem Feld. „Ich habe schon mit dem Sportdirektor gesprochen. Mal schauen, was der Markt so hergibt“, verriet Nagelsmann diesmal.

Die „Benchmark“ in besagtem Bereich sei ganz klar der FC Bayern, „dort hört man vor allem Thomas Müller, aber auch viele andere“. Heißt: Ein Spieler wie Müller würde RB laut Nagelsmann gut tun. Mit seinen 30 Jahren ist der Weltmeister von 2014 aber zu alt für Leipzig, das grundsätzlich nur Spieler bis 24 Jahre verpflichtet. Zudem verlängerte er erst kürzlich bis 2023 bei den Bayern.

„Potenzial nicht gleich Qualität“

Generell besteht Nagelsmann für die Zukunft aber nicht darauf, ausschließlich „Potenzial-Spieler“, wie er sie nennt, zu verpflichten. Schon vor der Partie in Köln begründete er die Inkonstanz der vergangenen Wochen mit fehlender Erfahrung seiner Spieler, schließlich heiße „Potenzial nicht gleich Qualität“.

Nagelsmann führte aus: „Man braucht Potenzial mit der nötigen Entwicklung, die schnell gehen muss. Es ist ein Trugschluss, dass du als 18-jähriger Spieler drei oder vier Jahre Zeit hast, dich zu entwickeln. Das ist mir relativ scheißegal, denn ich will Titel gewinnen. Daher muss eine Entwicklung sehr, sehr schnell gehen.“ Ein weiterer Fingerzeig in Richtung Transfermarkt?

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