Gladbach-Talent in Topform: Scally nicht mehr wegzudenken

Joe Scally rückte zu Saisonbeginn notgedrungen in die Startelf von Borussia Mönchengladbach. Mittlerweile ist der US-Amerikaner fester Bestandteil des Teams – und beweist neuerdings auch Torjägerqualitäten.

Joe Scally (r.) feiert seinen Premiertreffer mit Teamkollegen
Joe Scally (r.) feiert seinen Premiertreffer mit Teamkollegen ©Maxppp

Der Ausfall von Ramy Bensebaini warf in Mönchengladbach viele Fragen auf. Den starken Linksverteidiger zu ersetzen, erschien schier unmöglich. Die Verpflichtung von Talent Luca Netz sollte die Abwesenheit des Algeriers ein wenig auffangen. Doch letztlich zog Adi Hütter es vor, Joe Scally auf die Position links hinten zu beordern – mit Erfolg.

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Am Samstagnachmittag spielte Scally zum siebten Mal in Folge von Beginn an in der Bundesliga. Inzwischen wird das Juwel häufiger auf der gewohnten rechten Seite aufgestellt. Keine Sekunde verpasste der 18-Jährige in der laufenden Saison. Aufgrund einer dünnen Personaldecke zu Beginn der Spielzeit rückte Scally in die Startformation und überzeugte so sehr, dass Hütter ihn nicht mehr aus der Mannschaft nehmen konnte.

Gegen den VfL Wolfsburg (3:1) zeigte Scally eine weitere Facette seines Spiels. Mit seinem ersten Treffer in der Bundesliga, trug er sich kurz vor dem Abpfiff in die Torschützenliste ein. Ein eigens gewonnenes Kopfballduell nutzte der schnelle Außenverteidiger, um sich vor Torhüter Koen Casteels in Stellung zu bringen und in Torjägermanier einzunetzen.

Noch kein Jahr in Gladbach

Der junge Rechtsfuß spielt erst seit Januar in Mönchengladbach. Bei den Fohlen war kam er zunächst in der U23 zum Einsatz. Die Vorbereitung absolvierte Scally bei den Profis und blieb dort. Die Flexibilität des Youngsters beeindruckt seinen Trainer. Gegenüber dem ‚kicker‘ sagte Hütter im Sommer über Scally: „Mit 18 Jahren steht er auch physisch schon sehr gut da. Für die Zukunft ist er für mich ein vielversprechender Spieler, zumal er auf mehreren Positionen einsetzbar ist.“

Doch die Zukunft kam schneller als gedacht. Den rapiden Aufstieg des gebürtigen New Yorkers hatte so offenbar niemand erwartet. Sein Drang nach vorne wirkt belebend auf das Spiel der Borussia. Dass er auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann - so wie es sein Trainer an ihm schätzt - konnte er ebenfalls nachweisen.

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