Trotz eines Sieges muss der FC Bayern in der Champions League-Zwischenrunde ran. Slovan Bratislava forderte den Rekordmeister am Mittwochabend aber kaum.

Mit einer sehr offensiven Ausrichtung und zahlreichen Wechseln im Vergleich zum Bundesliga-Sieg gegen den SC Freiburg (2:1) vom vergangenen Wochenende schickte Trainer Vincent Kompany den FC Bayern ins Spiel gegen Slovan Bratislava. Von Beginn an riss sich die Heimmannschaft das Zepter in der Allianz Arena an sich und dominierte die Gäste.
Schon nach acht Minuten erzielte Thomas Müller das 1:0 für die Hausherren. Erst nach 25 gespielten Minuten kam Slovan zu zwei großen Chancen auf einen Treffer. Ein hellwacher Manuel Neuer verhinderte aber schlimmeres. Bis zur Halbzeit kamen die Münchner noch zu Halbchancen, wirklich zwingend waren die Angriffsbemühungen aber nicht.
Bayern-Dominanz ungebrochen
Auch im zweiten Durchgang blieben die Bayern klar überlegen, dennoch boten sich durch Konter immer wieder kleinere Chancen für die Slowaken. Nach etwas mehr als einer Stunde traf dann Harry Kane (63.) mit dem Kopf und erhöhte auf 2:0. Die abfallende Anspannung im Stadion war zu spüren. Doch die Bayern wussten, dass sie unter Umständen noch weitere Tore brauchen und hielten den Druck hoch.
Gegen Ende ging Bratislava dann richtig die Puste aus. Der eingewechselte Kingsley Coman (84.) schoss das 3:0, kurz darauf knallte Leroy Sané (86.) das Leder an die Latte. Marko Tolic (90.) gelang noch ein sehenswerter Ehrentreffer. Trotz einer guten Leistung gegen einen zugegebenermaßen schwachen Gegner und einem ungefährdeten Sieg müssen die Bayern in die Zwischenrunde. Ein Platz unter den ersten acht Teams der Liga blieb nach Abpfiff verwehrt.
Schwache Ausbeute für deutsche Teams
Nicht nur die Bayern müssen Nachsitzen in der Königsklasse. Auch Borussia Dortmund gehört nicht zu den acht besten Mannschaften der erstmals durchgeführten Ligaphase in der Champions League. Einzig und allein Bayer Leverkusen darf sich schon aufs Achtelfinale freuen. RB Leipzig war schon vor Spieltag acht ausgeschieden, der VfB Stuttgart rutschte nach der Niederlage gegen Paris St. Germain aus den Qualirängen.
Torfolge
1:0 Müller (8.): Aus dem Halbfeld flankt Kimmich von rechts scharf rein. Müller läuft dem Ball einen Meter entgegen und kommt im Strafraum frei zum Kopfball. Den lässt sich der erfahrene Angreifer nicht nehmen.
2:0 Kane (63.): Über die linke Seite dribbelt Musiala einen Gegenspieler aus. Seine Flanke netzt Kane mustergültig ein. Keeper Takac unterlief zuvor ein wenig orientierungslos die Hereingabe von Musiala.
3:0 Coman (83.): Gutes Kombinationsspiel zwischen Musiala und Olise, den Abschluss von Gnabry kann Takac parieren. Doch die Kugel fliegt zu Coman am langen Pfosten, der technisch sauber aus kurzer Distanz Tor drei erzielt.
3:1 Tolic (90.): Einen Konter konnten die Gäste dann doch noch zu Ende spielen. Tolic macht Guerreiro nass und zimmert Neuer den Ball wuchtig in die kurze Ecke.
Die Noten für die Bayern

Eingewechselt:
61‘ Jamal Musiala (2) für Thomas Müller
61‘ Kingsley Coman (2,5) für Sacha Boey
61‘ Serge Gnabry (3,5) für Mathys Tel
84‘ Raphael Guerreiro (-) für Josip Stanisic
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