„Habe mir viel vorgenommen“: Malen will den BVB-Durchbruch

In seinem ersten Jahr bei Borussia Dortmund hatte Donyell Malen mit Problemen zu kämpfen. In seiner zweiten Spielzeit will der niederländische Stürmer nun voll angreifen.

Donyell Malen in der Saison 21/22
Donyell Malen in der Saison 21/22 ©Maxppp

Die Tore bei Borussia Dortmund muss nun ein anderer schießen. Chef-Torjäger Erling Haaland ist weg, der als Ersatz für den norwegischen Topstürmer verpflichtete Sébastien Haller wird auf unbestimmte aber wohl lange Zeit ausfallen. Zwar schauen sich die Verantwortlichen nach externer Verstärkung um, solange diese aber noch nicht da ist, ruhen die Hoffnungen beim BVB somit auf den Schultern der drei verbleibenden Angreifer im Kader. Fragezeichen umgibt sie alle.

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Zum einen ist da Neuzugang Karim Adeyemi (20), der unbestritten über enormes Talent verfügt, dem aber auch eine gewissen Eingewöhnungszeit zugestanden werden sollte. Ähnlich sieht es bei Youssoufa Moukoko aus. Der 17-Jährige soll zwar mehr Spielzeit erhalten als im vergangenen Jahr, ob der Körper des zuletzt immer wieder verletzten Youngsters aber in diesem Jahr den Belastungen des Profifußballs standhalten wird, ist offen.

Bleibt Donyell Malen. Der 23-jährige Niederländer geht in sein zweites Jahr beim BVB und ist somit am ehesten prädestiniert für die Rolle des Anführers im Sturm. Problematisch bleibt aber die Tatsache, dass Malen sich in der Saison 2021/22 nicht gerade als Torjäger entpuppt hat. Fünf Tore standen am Ende der Bundesliga-Saison zu Buche.

Erschreckend ungefährlich

Ein enttäuschender Wert, der beim Blick in die erweiterten Statistiken noch drastischer wird. Laut ‚fbref.com‘ kam Malen seit seinem BVB-Wechsel auf 0,28 expected Goals pro 90 Minuten Spielzeit – nur elf Prozent aller Stürmer in Europas Top5-Ligen hatten einen schlechteren Wert.

Und dennoch wirken die BVB-Verantwortlichen zuversichtlich, dass Malen in seiner zweiten Saison einen großen Schritt nach vorn machen wird. Der 23-Jährige sei in einer „guten Verfassung“, erklärte etwa Sportdirektor Sebastian Kehl auf der gestrigen Pressekonferenz.

Sonderlob für Malen

Terzic lobte nach dem jüngsten Testspiel gegen den FC Villarreal (zitiert via ‚kicker‘): „Donny hat sich sehr gut bewegt, obwohl er wieder einen Teil der Vorbereitung verpasst hat. Das war ein bisschen ärgerlich, weil er die 14 Tage vorher richtig gut und hart gearbeitet hatte.“

Die kleinere Blessur soll einer erfolgreichen Saison aber nicht im Wege stehen, wie auch Malen selbst glaubt. „Ich habe mir viel vorgenommen für die neue Saison. Ich möchte mich täglich verbessern und ich werde mich auch verbessern. Davon bin ich überzeugt“, so der Stürmer im Interview mit ‚Sport1‘, „mein erstes Jahr war okay, ich hatte einige gute, aber auch schlechte Momente. Ich bin insgesamt aber sehr optimistisch, dass es ein besseres Jahr wird und ich dem Team mit meinen Toren helfen kann.“

Die Begründung liefert Malen gleich mit: „Ich bin jetzt ein Jahr hier und kenne die Leute im Umfeld mittlerweile viel besser. Ich glaube, dass jetzt viele Dinge leichter von der Hand gehen werden. Hinzu kommt, dass ich im Urlaub wirklich sehr hart an mir gearbeitet habe. Das alles macht mich zuversichtlich.“ Und die Tore in Dortmund muss nun ja sowie jemand anderes schießen. Malen wäre bereit.

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