PSV-Chef über Götze-Transfer: „Der Götze, den wir alle kennen?“

Mit der PSV Eindhoven hat Mario Götze scheinbar den genau richtigen Klub gefunden. Dass die Wahl des Weltmeisters schlussendlich auf die Philips-Sportvereinigung fiel, hat selbst den dortigen Geschäftsführer überrascht.

Mario Götze bejubelt sein Tor in der Europa League
Mario Götze bejubelt sein Tor in der Europa League ©Maxppp

Nach dem Vertragsende bei Borussia Dortmund stand Mario Götze zweieinhalb Monate ohne Verein da. Mit Hertha-Coach Bruno Labbadia soll er sich intensiv ausgetauscht haben, Roger Schmidt überzeugte ihn aber schließlich von der PSV Eindhoven. Geschäftsführer Toon Gerbrands wurde dabei vor vollendete Tatsachen gestellt.

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„An dem Tag, als er zu uns wechselte, wusste ich um zehn Uhr morgens noch nicht einmal, dass er bei uns auf dem Schirm ist“, gestand der Manager beim gestrigen 100-jährigen Jubiläum der PSV-Fanvereinigung. Gerbrands führte aus: „Dann kam John de Jong (Sportdirektor, Anm. d. Red.) in mein Büro und erzählte mir, dass er und unser Trainer ein Gespräch über Götze geführt hätten. Wir hatten nicht mehr viel Geld übrig, daher sagte ich: ‚Biete ihm einfach das an, was ich gesagt habe. Wir werden sehen, wie es ausgeht. Aber wahrscheinlich hat sich das innerhalb der nächsten Stunde wieder erledigt.‘“

„Ist das der Götze, den wir alle kennen?“

Zu Gerbrands Überraschung kam es aber anders: „Mittags kam John wieder in mein Zimmer und sagte mir, Götze würde es machen. Dann fragte ich ihn, ob er verstanden hat, dass es sich um einen Zweijahresvertrag handelt? Danach rief ich den Aufsichtsrat an, der zeigte genau die gleiche Reaktion: ‚Ist das der Götze, den wir alle kennen?‘ Schließlich gab es am Abend einen großen Hype, weil ein Imbissbuden-Besitzer ihn gesehen hatte. Normalerweise mag ich es nicht, wenn etwas durchsickert. Aber der Hype war nicht mehr zu stoppen und es macht einfach Spaß, wenn sowas gelingt.“

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