Spanien kürt sich verdient zum Europameister
Spanien ist Europameister. In einem nach der Pause unterhaltsamen Spiel setzten sich die Iberer verdient gegen England durch. Vom zwischenzeitlichen Ausgleich ließ sich das Team von Luis de la Fuente nicht von seiner Linie abbringen.

Wie zu erwarten übernahmen die Spanier früh die Spielkontrolle. England stand tief und lauerte auf Umschaltmomente. Chancen blieben auf beiden Seiten vorerst Mangelware. Erst gegen Ende der ersten Hälfte öffnete sich das Spiel etwas mehr, vielversprechende Momente wurden aber von aufmerksamen Defensivreihen im Keim erstickt. So ging es nach müden 45 Minuten mit einem dem Spielverlauf entsprechenden 0:0 in die Pause.
So unspektakulär die erste Hälfte war, die zweite begann mit einem echten Paukenschlag. Nach weniger als zwei Minuten traf Nico Williams zur Führung, nur einen Wimpernschlag später hätte Dani Olmo erhöhen können. Weitere Chancen folgten, aber es blieb beim 1:0 für die inzwischen deutlich überlegenen Iberer. Und so kam England doch noch einmal zurück in die Partie. Quasi mit dem ersten gefährlichen Abschluss traf Cole Palmer zum Ausgleich.
Nach kurzer Schockphase dann wieder Spanien am Drücker. Und vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit versetzte Mikel Oyarzabal die Südeuropäer in kollektive Extase. Die finalen Minuten brachte das Team von Luis de la Fuente dann über die Zeit, überstand noch eine große Kopfballchance der Engländer und ist verdient Europameister.
Torfolge
1:0 Williams (47.): Carvajal leitet einen Ball auf rechts mit dem Außenrist weiter auf Yamal. Der Youngster kreuzt den Laufweg von Gegenspieler Shaw und legt die Kugel quer auf Williams, dessen Abschluss mit dem etwas schwächeren linken Fuß flach im langen Eck landet.
1:1 Palmer (73.): Auf der rechten Seite kommt Saka an den Ball, geht ins Dribbling gegen Laporte und spielt flach in die Mitte auf Bellingham. Dessen Ablage aus der Not heraus landet beim eingewechselten Palmer, der aus rund 20 Metern flach vollendet.
2:1 Oyarzabal (86.): Schön kombiniert sich Spanien aus der eigenen Hälfte. Im letzten Drittel legt Oyarzabal den Ball nach links raus auf Cucurella und startet direkt durch. Flach gibt der Linksverteidiger nach innen, wo Oyarzabal an Pickford vorbei abschließt.
Star des Spiels: Dani Carvajal
Gewohnt eklig verteidigte der Real-Routinier seine rechte Abwehrseite. Defensiv ließ er gar nichts anbrennen und war immer wieder auf dem Weg nach vorne. Bärenstarke Leistung des früheren Leverkuseners.
Held des Spiels: Mikel Oyarzabal
Auf etwas ungewohnter Mittelstürmer-Position kam der Linksfuß für Álvaro Morata ins Spiel. Und seinen Treffer zum EM-Titel erzielte der Baske im Stile eines echten Neuners.
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