„Talent des Monats“: Eintracht-Leihgabe Akman überzeugt in Nijmegen

Im Sommer wurde Ali Akman von Eintracht Frankfurt nach Nijmegen verliehen. In der Eredivisie weiß der 19-Jährige zu überzeugen.

Ali Akman ist von Eintracht Frankfurt an NEC Nijmegen verliehen
Ali Akman ist von Eintracht Frankfurt an NEC Nijmegen verliehen ©Maxppp

Den Saisonstart hatte sich Eintracht Frankfurt anders vorgestellt. Nach fünf Spieltagen stehen die Hessen mit nur vier Punkten sieglos auf Rang 15. Nach spät hinzukommenden Neuzugängen, einem Transferdrama um Filip Kostic und Personalwechseln auf mehreren Schlüsselpositionen stottert der SGE-Motor noch.

Unter der Anzeige geht's weiter

Rund 350 Kilometer nordwestlich hat ein Frankfurter derweil deutlich weniger Startschwierigkeiten. Die Rede ist von Ali Akman, den die Eintracht aus der türkischen zweiten Liga von Bursaspor an den Main geholt hatte und im Sommer an NEC Nijmegen verlieh.

Talent des Monats

Das Engagement in der Eredivisie entpuppte sich schnell für alle Beteiligten als echter Gewinn. Der 19-jährige Stürmer erzielte zwei der vier Ligatore des Klubs und stand nur am ersten Spieltag nicht in der Startelf von Trainer Rogier Meijer. Seine starken Leistungen im Monat August, in dem Akman beide Treffer erzielt hatte, brachten ihm sogar einen Eintrag ins Geschichtsbuch ein.

Als erster Profi überhaupt erhielt der 19-Jährige den neugeschaffenen Johan Cruijff Talent des Monats Award. Zudem ist er der zweitjüngste Spieler in der Nijmeger Vereinsgeschichte, der in der Eredivisie in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ein Tor erzielen konnte – und das mit beeindruckender Effektivität: Nur fünf Schüsse gab Akman im gesamten August ab.

„Die perfekte Wahl“

Folglich schwärmt Akman in höchsten Tönen von seinem Leihverein. „Für mich ist NEC wirklich die perfekte Wahl. Wir haben vorher Spieler und andere Kontakte in den Niederlanden angerufen und sie haben alle nur Positives berichtet. Das hat sich alles bewahrheitet“, erklärt der türkische U21-Nationalspieler gegenüber Voetbal International, „hier wird wie selbstverständlich auf junge Spieler gesetzt, aber was ich meisten mag, ist, dass hier alle Teams guten Fußball spielen wollen. Spielaufbau, Angriff… toll.“

Auch die niederländische Liga hat es dem 19-Jährigen angetan: „Die Eredivisie ist all das, was ich mir erhofft habe. Das ist die beste Liga der Welt, um ein erwachsener Fußballer zu werden. Es ist das Wichtigste, dass du hier viele Spielminuten bekommst, deshalb habe ich mich auch für NEC entschieden. Man kann hier seine Fähigkeiten verbessern.“

Luft nach oben

Das muss Akman auch, denn trotz seines Traumstarts zeigte er zuletzt auch, dass er noch viel zu lernen hat. In den vergangenen drei Spielen blieb er torlos und blass. Erste kritische Stimmen folgten umgehend. „Der Trainer kann über ihn sagen, dass er hart arbeitet, aber ein Pferd arbeitet auch hart. Harte Arbeit ist nur der Anfang. Akman muss sich zusammenreißen“, erklärte Jan Peters, in den 70er und 80ern für NEC aktiv, im Gespräch mit ‚De Gelderlander‘.

In den kommenden Wochen und Monaten werden sich Akman genügend Gelegenheiten bieten, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Dass diese überhaupt zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison bereits auftauchen, spricht zudem für seinen Wert für die Mannschaft. Eintracht Frankfurt wird die Entwicklung des Stürmers genauestens beobachten. Gut möglich, dass Akman im nächsten Jahr dann mit dem Adler auf der Brust auf Torejagd gehen wird – und dazu beiträgt, dass der Saisonstart besser verläuft als aktuell.

Weitere Infos

Kommentare