Während Pep Guardiola in seinem Jubiläumsspiel auf der City-Bank einen wenig überzeugenden Sieg einfährt und weiter Anlass zur Sorge gibt, träumt der nimmermüde Cristiano Ronaldo von weiteren Abenteuern in der Zukunft. Die FT-Presseschau zum Wochenstart.

Eine glanzlose Atempause
Manchester City feierte am gestrigen Sonntag mit dem 2:0-Erfolg gegen Leicester City einen halbwegs versöhnlichen Jahresausklang. Doch der schmucklose Erfolg gegen das Kellerkind kann nicht über die aktuelle Lage beim Serienmeister hinwegtäuschen. „Eine glanzlose Atempause“, titelt die ‚Mundo Deportivo‘ und analysiert: „Dass Manchester City seine Pechsträhne eher früher als später beenden würde, war klar. Dass sie dies in einem Spiel tun würden, in dem sie keinen Ballbesitz hatten, nicht so sehr. Beide Teams waren über weite Strecke auf Augenhöhe, was angesichts der Kader nicht so sein sollte.“
Der Sieg kam im Jubiläumsspiel des Katalanen trotzdem gerade recht. Zum 500. Mal saß Guardiola bei einem Pflichtspiel auf der Bank der Citizens und erhielt von seinem Team „das aktuell beste Geschenk, das möglich war“, so die ‚Marca‘. Der ‚Daily Mirror‘ geht jedoch härter mit dem Coach und seinem Klub ins Gericht: „Pep Guardiola hatte während des bemerkenswerten Leistungseinbruchs von Manchester City in den letzten zwei Monaten keine Antworten parat – und sie waren immer noch nicht greifbar, selbst als in seinem 500. Spiel als Trainer der Mannschaft ein wichtiger Sieg in Leicester errungen wurde. Wenn er City wieder auf Kurs bringen und zu der Macht machen will, die sie einmal waren, dann lieferte dieses Spiel einen weiteren Beweis dafür, dass die Mannschaft dringend eine Verjüngung braucht.“
Neuer Herausforderung gesucht
Cristiano Ronaldo ist noch nicht müde. Der Vertrag des mittlerweile 39-jährigen Angreifers bei Al Nassr läuft im Sommer aus, der Portugiese denkt aber noch nicht an den Ruhestand, wie er im Rahmen der Globe Soccer Awards betonte. Denkbar ist daher auch ein Vereinswechsel. Gegenüber der ‚Marca‘ stellte Cristiano klar, dass er Saudi-Arabien eigentlich nicht verlassen möchte, ohne Meister zu werden, was er in jedem Land, in dem er gespielt hat, erreicht hat.
Laut der spanischen Sportzeitung sei der Torjäger anderen attraktiven Projekten gegenüber dennoch aufgeschlossen, falls dieses Szenario nicht eintreten sollte. Fraglich ist indes, ob sich andere Vereine außerhalb der Golfregion die knapp 200 Millionen Euro Jahresgage von Cristiano leisten können. Wenn der 215-fache Nationalspieler dann doch in der Zukunft seine Schuhe an den Nagel hängt, so verriet er der ‚Marca‘, strebe er keine Trainerkarriere an. Er sehe sich eher als Präsident eines großen Klubs.
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