Offensivumbruch: Arsenals Schattenliste für den Sturm

Im Norden Londons fahndet man nach dem fehlendem Puzzlestück im Sturmzentrum. Die Suche nach dem optimalen Neuner gestaltet sich aber alles andere als einfach.

Gabriel Jesus (m.) ist der Wunschstürmer von Arsenal
Gabriel Jesus (m.) ist der Wunschstürmer von Arsenal ©Maxppp

Trotz verpasster Qualifikation für die Champions League bleibt beim FC Arsenal ganz klar die Intention, den Kader mit prominenten Namen zu bestücken. Neuverpflichtungen der Kategorie Virgil van Dijk oder Allison Becker wären für die Gunners Plicht, will man zu Englands Elite aufschließen, meinte Sky-Experte Jamie Carragher Anfang Mai.

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Anders als damals bei den Reds drückt bei den Nordlondonern vor allem im Mittelsturm der Schuh. Die einzig nominellen zentralen Stürmer Eddie Nketiah (fünf Tore) und Alexandre Lacazette (vier Tore) kommen auf eine zu magere Torausbeute. Noch dazu laufen die Verträge beider Arsenal-Akteure im Sommer aus. Seit dem Abgang von Pierre-Emmerick Aubameyang (FC Barcelona) mangelt es dem Tabellenfünften der abgelaufenen Saison an Stürmern mit Killerinstinkt. Gesucht wird also ein neuer Mann, der dem Angriff der Kanoniere neue Feuerkraft verleiht. ‚The Athletic‘ zählt die potenziellen neuen Stürmer auf. FT ordnet die Kandidaten ein.

Der Wunschspieler: Gabriel Jesus

Die heißeste Spur führt aktuell zu Gabriel Jesus (25) von Manchester City. An dem Projekt der Gunners seien sowohl der Brasilianer als auch sein Berater Marcelo Pettinati „interessiert“. Zudem wurde aber ebenfalls „mit sechs anderen Vereinen gesprochen“, gab der Spieleragent vor knapp zwei Wochen im Gespräch mit Transfer-Insider Fabrizio Romano an. Die geforderte Ablöse der Citizens soll bei über 58 Millionen Euro liegen – zu hoch für Arsenal. Schließlich läuft Jesus‘ Arbeitspapier nur noch ein Jahr. Zähe Verhandlungen könnten den Hauptstadtklub zum Umdenken bewegen. Doch jegliche Alternativen wären wohl kaum zum Spottpreis verfügbar.

Die Alternativen

Mit Tammy Abraham (24/AS Rom) und Dominic Calvert-Lewin (25/FC Everton) kämen zwei englische Sturmtanks in Frage. Ersterer ging erst im vergangenen Sommer vom FC Chelsea nach Italien. Nach einer überzeugenden Debütsaison (17 Ligatore, vier Assists) wird die Roma aber gut daran tun, ihren Torlieferanten zu halten, obwohl der Spieler selbst laut ‚The Athletic‘ einer Rückkehr nach London nicht abgeneigt ist. Bei Calvert-Lewin stehen nach längerer Verletzungspause große Fragezeichen hinter der Fitness. Von Arsenals Notizblock wurde der elffache Internationale dem Vernehmen nach aber noch nicht gestrichen.

Erweiterter Kreis

Als weiterer Kandidat gilt Victor Osimhen (23) von der SSC Neapel. Preislich befindet sich der Nigerianer mit Sicherheit über den beiden Letztgenannten. Napoli musste vor zwei Jahren stolze 75 Millionen für den Angreifer auf den Tisch legen. Ob Arsenal so tief in die Tasche greifen wird, darf nach den stockenden Verhandlungen mit ManCity bezüglich Jesus stark angezweifelt werden. Auch vage Gerüchte um Lautaro Martínez (24) von Inter Mailand kann man nach dessen letztjähriger Vertragsverlängerung bis 2026 getrost ad acta legen.

Der Name Alexander Isak (22) fiel bereits im Januar, als man vergeblich den Markt nach dem geeigneten Spieler sondierte. Real Sociedad war jedoch nicht bereit, seinen Stürmer abzugeben und verwies auf die 80 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel. Seitdem ist die Spur zum Schweden erkaltet. Mit Cody Gakpo (23) von der PSV Eindhoven hat man aktuell einen großgewachsenen Angreifer im Blick. Der Niederländer spielt meistens auf dem linken Flügel, stellt aber durch seine 1,89 Meter Körpergröße durchaus eine Option für die Sturmspitze dar. Bei einem Verkauf von Nicolas Pépé stellt der Angreifer einen sinnvollen Ersatz dar.

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