Pressestimmen zur DFB-Auftaktniederlage gegen Frankreich: „Merde!“

Durch ein Eigentor von Mats Hummels unterliegt die deutsche Fußballnationalmannschaft Frankreich mit 0:1. Der Sieg von Les Bleus sorgt in der Presse für Freude und Ehrfurcht.

Die Presseschau vom 16. Juni
Die Presseschau vom 16. Juni ©Maxppp

Deutschland

In der heimischen Presse überwiegt nach der knappen Niederlage natürlich die Enttäuschung. „Um Hummels Willen! Wir schießen uns selbst ab“, klagt die ‚Bild‘ über das Eigentor des DFB-Teams. Bei der ‚Rheinischen Post‘ ist mit der Titelzeile „Eigentor“ eigentlich alles gesagt. Die Münchner ‚Abendzeitung‘ bedient sich mit „Merde!“ der französischen Sprache. Keine Übersetzung nötig.

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England

Antonio Rüdiger versprach im Vorfeld der Partie gegen Frankreich, schmutzig spielen zu wollen. Gesagt getan: Der Biss in die Schulter von Paul Pogba schlug vor allem in der englischen Presselandschaft hohe Wellen. „Pogbas Wut nach Rüdigers Biss“, prangt auf der Titelseite der ‚Times‘. „Frankreich und Pogba sehen lecker aus“, schreibt der ‚Daily Mirror‘ unter dem Bild der Biss-Szene und bewundert die Leistung der Elf von Didier Deschamps. Die ‚Daily Mail‘ sorgt sich sogar um Englands Titelchancen: „Wenn die Deutschen schon nicht die geschmeidigen Franzosen zum Schweigen bringen können… wer dann?“

Frankreich

In Frankreich weckt der perfekte Start in die EM gute Erinnerungen. „Wie in 18“, spielt die ‚L’Equipe‘ auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland an. ‚Le Parisien‘ kann sich nicht verkneifen, eine alte Fußballweisheit auf Les Bleus umzumünzen: „Und am Ende gewinnt Frankreich“.

Spanien

„Frankreich gewinnt die erste Schlacht“, kommentiert die ‚Mundo Deportivo‘ den Sieg von Les Bleus martialisch. Die ‚as‘ schreibt etwas zurückhaltender „Die Marseillaise nimmt München ein“. Der ‚Sport‘ hat der Auftritt der Franzosen imponiert. „Frankreich setzt seinen Stil im ‚Finale‘ gegen Deutschland durch“, erkennt die Tageszeitung an.

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