Deutschland - Türkei: Praxis für die Bankdrücker

Nach den beiden Unentschieden gegen Spanien und die Schweiz soll für das DFB-Team heute Abend gegen die Türkei der erste Sieg im Jahr 2020 her. Gelingen soll das mit einer B-Elf.

Jogi Löw ist seit 2006 Bundestrainer
Jogi Löw ist seit 2006 Bundestrainer ©Maxppp

Neuer – Klostermann, Süle, Hummels, Halstenberg – Goretzka, Kimmich, Kroos – Gnabry, Müller, Reus. Diese Elf könnte theoretisch am heutigen Mittwochabend beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei auf dem Rasen stehen. Tatsächlich wird keiner dieser Top-Spieler dabei sein, wenn um 20:45 Uhr in Köln der Anpfiff ertönt.

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Joachim Löw schont die viel belasteten Bayern- und Leipzig-Spieler sowie Real Madrids Kroos einmal mehr, zudem wurden Hummels und Müller – in ihren Klubs tragende Säulen – schon vor geraumer Zeit aussortiert. Entsprechend wird es ein Perspektiv-Team sein, das die Sympathien der 300 zugelassenen Zuschauer gewinnen soll. Ein Perspektiv-Team aus zahlreichen Spielern, die in ihren Klubs nicht gesetzt sind.

Löw verteilt Spielpraxis

Der Bundestrainer nannte dabei gestern exemplarisch die Dortmunder Nico Schulz, Julian Brandt und Mahmoud Dahoud und registrierte: „Sie spielen nicht regelmäßig.“ Zum Beispiel Schulz tue es jedoch gut, „wenn er zumindest ein Spiel macht“, so Löw am Dienstag. Die Nationalmannschaft als Ort zum Praxis sammeln also. Ist dies im Sinne des Erfinders?

Neben den im Klub wenig beachteten Dortmundern stehen auch Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Nadiem Amiri, Jonathan Tah (beide Bayer Leverkusen) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea) im Aufgebot für die anstehenden Länderspiele. Sie alle spielen in ihren Klubs nur Nebenrollen. Julian Draxler durfte bei Paris St. Germain zuletzt wieder vermehrt ran. Auch, da viele Verletzungen die Franzosen plagen. Heute Abend wird er das DFB-Team als Kapitän aufs Feld führen.

Die voraussichtliche Aufstellung

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