Neuer-Rückkehr, Kobel-Gerüchte & Nübel: Kahn über die Torhüter-Situation beim FC Bayern

von Tristan Bernert - Quelle: Sport Bild
3 min.
Manuel Neuer spielt seit 2011 beim FC Bayern @Maxppp

Die Torhüter-Situation beim FC Bayern ist kompliziert. Vor allem zur neuen Saison droht Zündstoff. Vorstandschef Oliver Kahn spricht über den Stand der Dinge.

Zum ersten Mal seit seinem Transfer von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern stand Yann Sommer beim gestrigen 1:1 gegen den 1. FC Köln in der Allianz Arena auf dem Platz. Mindestens bis zum Start der neuen Saison wird der 34-Jährige das nun regelmäßig tun. Der Schweizer ist die klare Nummer eins in München – zumindest bis zur Rückkehr von Manuel Neuer.

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Bei optimalem Heilungsverlauf steigt der Nationaltorhüter in der Saisonvorbereitung wieder ins Training ein. Intern soll es jedoch Zweifel daran geben, dass Neuer zu diesem Zeitpunkt dazu in der Lage sein wird. Denn seine Verletzung war schwer und Neuer ist bereits 36 Jahre alt. Bleibt Sommer also längerfristig die Nummer eins? Zoff droht, denn Neuer wird sich kaum bereitwillig auf die Bank setzen, selbst wenn nach seiner Rückkehr sein Leistungsvermögen eingeschränkt sein sollte.

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Kahn äußert sich

Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern, versucht sich in der ‚Sport Bild‘ auf das Positive der aktuellen Torhüter-Konstellation zu konzentrieren: „Wir sind trotz des schwerwiegenden Ausfalls von Manuel Neuer auf der Torwart-Position sehr gut aufgestellt. Mit dem international erfahrenen Yann Sommer haben wir kurzfristig eine optimale Lösung gefunden und können die großen Ziele erreichen, die sich der FC Bayern in allen Wettbewerben gesetzt hat.“

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Auch deshalb gibt sich Kahn mit Blick auf die Personalie Neuer zumindest öffentlich entspannt. „Manuel Neuer ist seit vielen Jahren unser Kapitän und unsere Nummer eins. Er hat in der Vergangenheit großartige Leistungen für den FC Bayern gezeigt, die enorm zum sportlichen und damit auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Klubs beigetragen haben“, so Kahn, der fortführt: „Das Entscheidende in der aktuellen Situation ist, dass er wieder gesund und fit wird.“

Neuer ein Weltklasse-Torhüter

Neuer sei ein „Weltklasse-Torhüter, dem wir nun alle Zeit und Ruhe geben werden, bis er wieder zurückkommt. Wenn er in Top-Form ist, ist er weiterhin einer der Besten der Welt.“

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Auch um die Kadertiefe macht sich Kahn keine Sorgen: „Sven Ulreich hat bewiesen, dass er in seiner Rolle immer zuverlässig ist und seine Leistungen bringt. Und in Johannes Schenk haben wir noch einen jungen Torwart, der lernwillig ist und sich entwickeln wird.“

Entwickeln soll sich auch Alexander Nübel während seiner Leihe bei der AS Monaco. Der 26-Jährige war vor der Sommer-Verpflichtung lange als Neuer-Ersatz gehandelt worden, zeigte selbst aber nur wenig Interesse an dem Posten – auch öffentlich. Dass Nübel, der 2020 in München unterschrieb, irgendwann tatsächlich das Trikot der Bayern tragen wird, scheint angesichts dessen unwahrscheinlich.

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Kobel-Gerüchte dementiert

Kahn: „Es ist legitim, dass er unter der Voraussetzung von Spielzeit nach München zurückkommen will. Genau das habe ich ihm gesagt:, Besser wirst du nur, wenn du auch spielst.‘“ Alles kein Problem also? „Seine Leihe bei AS Monaco läuft noch bis Sommer. Dann werden wir sehen. Wir werden beobachten, welche Leistungen Yann Sommer in der Rückrunde zeigt und auch den Heilungsverlauf von Manuel abwarten.“

Jemand, der in Zukunft wohl nicht das Tor des Rekordmeisters hüten wird, ist Gregor Kobel (25). Gerüchte um den Schlussmann von Borussia Dortmund dementiert Kahn: „Ich habe keine Ahnung, woher diese Gerüchte kommen. Ich habe mich nie über die Leistung und den Spieler Gregor Kobel geäußert.“

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