Lyon, Bayern, Hertha: Jetzt spricht Boateng

Mit Olympique Lyon hat Jérôme Boateng ein neues Kapitel seiner erfolgreichen Karriere aufgeschlagen. Im Zuge der Vereinssuche hat der Ex-Nationalspieler lange nichts von sich hören lassen, ergreift nun aber das Wort zu seiner Situation.

Jérôme Boateng heuerte bei Olympique Lyon an
Jérôme Boateng heuerte bei Olympique Lyon an ©Maxppp

Die Vereinslosigkeit liegt hinter Jérôme Boateng. Zwei Monate hatte es nach seinem Vertragsende beim FC Bayern gedauert, bis der deutsche Innenverteidiger mit Olympique Lyon einen neuen Klub vorzeigen konnte – das Ende eines längeren Abwägungsprozesses, wie er selbst feststellt.

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„Ich habe nicht darum gebangt, einen neuen Verein zu finden“, betont Boateng im ‚Sport1‘-Interview, „vielmehr habe ich mich gefragt: Für was entscheide ich mich? Ich habe mir immer gesagt, dass ich so lange warte, bis ich das richtige Bauchgefühl habe.“ Bei Lyon sei das der Fall gewesen: „Der Verein, das Projekt und die Ziele des Trainers Peter Bosz haben mir gefallen.“

„Richtig gute Gespräche“

Bosz habe sich sehr um ihn bemüht, berichtet der 33-Jährige: „Wir hatten richtig gute Gespräche. Lyon hat zwar die Champions League verpasst, trotzdem hat dieser Klub Ziele, mit denen ich mich identifizieren kann. Die Stadt gefällt mir, es ist ein Traditionsverein mit großartigen Fans, einem geilen Stadion und vielen jungen Spielern, denen ich bei ihrem Sprung auf die nächste Ebene helfen kann.“

Gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber verspürt der Weltmeister von 2014 keinen Groll. „Meine Zeit beim FC Bayern war ein für einen Fußballer in der heutigen Zeit ein sehr langes und schönes Kapitel. Ich habe aber oft betont, dass ich noch einmal eine Veränderung möchte.“ Mit den Münchnern habe er nicht mehr zusammengefunden, „also war es für mich schnell erledigt“.

Hertha kein Thema

In den vergangenen Wochen wurde Boateng überdies immer wieder mit einer Rückkehr zu seinem Ausbildungsklub Hertha BSC in Verbindung gebracht. „Das war für mich kein Thema“, stellt der Abwehrmann klar, „ich habe den Menschen um mich herum immer gesagt, dass ich gerne ins Ausland möchte. Es wäre für mich ohnehin schwer gewesen zu einem anderen Verein (in der Bundesliga, Anm. d. Red.) zu wechseln, weil ich so lange bei den Bayern gespielt habe.“

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