Dass Jupp Heynckes kein allzu großer Freund von Wintertansfers ist, ist ein offenes Geheimnis. Dennoch feilt der FC Bayern derzeit an der Verpflichtung von Sandro Wagner. Dem Vernehmen nach könnten rund 15 Millionen Euro gen TSG Hoffenheim fließen. Für viele Experten ist die Sache nahezu durch. Jupp Heynckes sieht das anders.

Winterwechsel nicht zwingend notwendig

Ich halte normalerweise nichts von Winter-Transfers, weil Bayern München hat ein ganz großes Anspruchsniveau hinsichtlich seiner Spieler. Deswegen ist es sicher schwer, einen adäquaten Backup zu bekommen und zu verpflichten“, bekräftigt der Bayern-Coach gegenüber dem ‚ZDF‘ und stellt klar: „Wir werden nichts übereilen. Wir werden in Ruhe das Ganze analysieren und dann entscheiden, ob wir noch jemanden verpflichten oder nicht.“ Wagner ist dabei nicht der einzige Name, der an der Säbener Straße diskutiert wird: „Es gibt auch noch andere Spieler.

Weiter wollen sich die Vereinsoberen des FCB in Sachen Stürmersuche nicht in die Karten gucken lassen: „Bekanntermaßen macht der Transfermarkt am 1. Januar auf. Wir haben viel Zeit und Ruhe, um zu überlegen und die richtige Entscheidung zu finden“, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, „wir haben bestätigt, dass es Gespräche zwischen den Vereinen gegeben hat. Es ist aber gleichzeitig auch vereinbart worden, dass man keine Wasserstandsmeldungen abgibt.“

Griezmann ist „ein sehr guter Spieler“

Ein solcher von Heynckes angesprochener anderer Spieler, der im Winter allerdings mit Sicherheit nicht auf dem Markt ist, ist Antoine Griezmann. „Auch das ist ein sehr guter Spieler“, weiß Heynckes, stellt aber deutlich klar, dass ein Transfer eher unwahrscheinlich ist – wohl auch mit Blick auf den kommenden Sommer, wenn Griezmann dank einer Ausstiegsklausel für 100 Millionen Euro zu haben wäre: „Nein, das ist eine Größenordnung, wo der FC Bayern auch wahrscheinlich nicht einsteigen wird.“

In GesprächenFT-Meinung: Sky‘ legte sich zuletzt fest und hatte keinerlei Zweifel mehr an der Wagner-Verpflichtung durch die Bayern. Die Sachlage ist eindeutig: Die TSG würde den Torjäger bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen. Dass sich beide Seiten nicht einig werden, ist schon allein aufgrund des ausgezeichneten Verhältnisses der beiden Golf-Freunde Uli Hoeneß und Dietmar Hopp unwahrscheinlich. Heynckes‘ Aussagen lassen jedoch darauf schließen, dass der Erfolgsgarant nicht restlos überzeugt vom Nationalspieler ist.