Mit dem 1:2 gegen Hertha BSC dürfte es das gewesen sein für den 1. FC Köln. Rechnerisch zwar noch nicht abgestiegen, dürfte sich unter dem Dom aber niemand mehr größere Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Und es wäre – so ehrlich muss man mit den Domstädtern sein – ein verdienter Abstieg. Zu wenig war das einfach in der laufenden Saison.

Nur logisch also, dass sich Geschäftsführer Armin Veh in seinen Planungen nun komplett auf die Zweitklassigkeit einlässt. Wie das konkret aussehen wird, zeichnet sich mehr und mehr ab. Laut ‚kicker‘ sollen eine Reihe von Profis die Kassen der Kölner füllen und so die unvermeidlichen Mindereinnahmen auffangen.

Millionen winken

Wie schon angeklungen, gehört dazu Jonas Hector, den es wohl für acht Millionen Euro zu Borussia Dortmund zieht. Dominique Heintz steht kurz vor der Unterschrift bei Schalke 04 und soll drei bis fünf Millionen einbringen. Hohe Ablösen winken zudem durch Verkäufe von Leonardo Bittencourt (in Monaco und bei Tottenham im Gespräch), Frederik Sörensen und Yuya Osako.

Zwei weitere Wechselkandidaten sind Stürmer Jhon Córdoba und Keeper Timo Horn. Letzter dürfte aber aufgrund hoher Identifikation nur zu einem Topklub wechseln. Córdoba spielte eine mehr als durchwachsene Saison, löste aber zuletzt eine Lobeshymne von Pal Dardai aus, Coach von Hertha BSC. Ob dahinter ein konkretes Interesse der Berliner steckt, ist allerdings noch unklar.

Deutlich geringere Ausgaben

Die Aufwendungen halten sich dagegen in Grenzen. Nur noch Formsache dürften die Transfers von Lasse Sobiech (FC St. Pauli, ablösefrei) und Louis Schaub sein (Rapid Wien, kolportierte drei Millionen Euro). Zwar wird es dabei nicht bleiben, die Ausgaben dürften sich angesichts der namhaften Kölner Wechselkandidaten aber bei weitem nicht im Bereich der Einnahmen bewegen.

Trotzdem wird Veh Neutrainer Markus Anfang eine aufstiegsfähige Mannschaft hinstellen, soviel steht fest. Mit ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten und gewachsenen Erstligastrukturen dürften die Kölner Topfavorit auf den Aufstieg sein. Einen Teil zu dieser Mission werden auch Marco Höger, Marcel Risse und Matthias Lehmann beitragen, die dem Geißbockheim treu bleiben werden.