Axel Witsel hat bestätigt, dass im vergangenen Sommer der FC Bayern Interesse an seiner Verpflichtung hatte. Gegenüber der ‚Bild‘ sagt der Neu-Dortmunder: „Ja, das stimmt. Sie haben nicht mich angerufen, sondern meinen damaligen Trainer Fabio Cannavaro. Und er hat dann ganz nett und höflich zu Carlo Ancelotti gesagt, dass es nicht möglich ist.“

Witsel blieb daraufhin eine weitere Saison in China bei Tianjin Quanjian. Mit einer starken WM empfahl sich der 29-Jährige aber für eine Rückkehr nach Europa – seine Wahl fiel auf den BVB. „Als Dortmund kam, haben mir die Verantwortlichen gezeigt, dass sie mich unbedingt wollten und voll hinter mir stehen. Für mich war es definitiv die richtige Entscheidung, weil Dortmund zu den besten Vereinen Europas gehört“, betont Witsel.

Gespräche mit Batshuayi & Hazard

Im Vorfeld habe er sich auch bei einem Kollegen aus der belgischen Nationalelf über den BVB erkundigt. „Ich habe mich mit Michy Batshuayi über den BVB unterhalten. Er hat mir gesagt: Wenn ich die Wahl habe, sollte ich nach Dortmund gehen und nicht lange zögern“, sagt Witsel. Über Trainer Lucien Favre holte der WM-Dritte Erfahrungen bei einem Gladbacher ein: „Ich weiß, dass er in Gladbach und auch in Nizza war. Deswegen habe ich mich mit meinem Nationalmannschafts-Kollegen Thorgan über ihn unterhalten.“

Dieser hatte „nur positive Dinge“ über seinen Ex-Coach zu berichten. Witsel präzisiert: „Er ist ein sehr guter, detailversessener Trainer, der versucht, seine Mannschaft immer im Training zu pushen und der auch mit jedem einzelnen Spieler in der Sache hart, aber eben auch sachlich und fair umgeht. Am Ende ist es das, was wir brauchen, um als Team hoffentlich erfolgreich zu sein.“

Größtes Hindernis Witsel Weg ins Ruhrgebiet war Ex-Verein Tianjin Quanjian, die die Gültigkeit der Ausstiegsklausel des ehemaligen St. Petersburgers anzweifelten. „Das lag vielleicht auch daran, dass sie keinen neuen Spieler mehr kaufen konnten, weil das Transferfenster in China schon geschlossen ist. Aber am Ende war es eine klare, vertragsgerechte Geschichte“, bestätigt Witsel.