Ich habe viele neue Dinge erfahren und fühle, dass es an der Zeit ist, mehr Verantwortung zu tragen. Das könnte hier bei Paris St. Germain sein, das könnte aber auch irgendwo anders bei einem anderen Projekt sein.“ Kylian Mbappé liebäugelte am Sonntagabend öffentlich mit einem Abschied von PSG.

Der Klub reagierte am Nachmittag und ließ in einem offiziellen Statement verlauten: „Paris Saint-Germain und Kylian Mbappé sind seit zwei Jahren sehr eng miteinander verbunden, und die gemeinsame Geschichte wird sich in der nächsten Saison fortsetzen.“ Für die internationale Presselandschaft ist der 20-Jährige Thema Nummer eins.

Real liegt auf der Lauer

Bei Real Madrid hat man Mbappés Worte mit Wohlwollen registriert. Laut der ‚Marca‘ wollen die Königlichen aber nicht aggressiv auf einen Transfer in diesem Sommer drängen. Ergibt sich jedoch die Chance, sei man bereit, die ursprünglichen Transfermarktplanungen über den Haufen zu werfen und einen riesigen Betrag zu investieren – das gelte gleichermaßen für Mbappé und Neymar. Übrigens: Ex-PSG-Coach Unai Emery verriet bei ‚Cadena SER‘, dass Mbappé schon 2017 lieber zu Real wollte, sich dann aber doch von PSG überzeugen ließ.

Probleme mit Tuchel?

Nicht weniger als zehn Artikel veröffentlichte ‚Le Parisien‘ in den vergangenen 24 Stunden über Mbappé. Besonders interessant dabei: Das Verhältnis zu Trainer Thomas Tuchel beschreibt die Zeitung als „gut, aber nicht fließend“. Es gebe „häufig Missverständnisse oder Reibungspunkte“. Insbesondere, weil Tuchel seinem Schützling durch Rotation die Chance auf den Goldenen Schuh verbaut habe. Fragwürdig.

Meister der Inszenierung

Mit einem Wortspiel wartet die ‚L’Équipe‘ auf ihrer Titelseite auf. Aus „Maître du jeu“ (Meister des Spiels) wird „Maître de je“ (Meister des Ichs). Frankreichs größte Sportzeitung verfolgt die These, dass Mbappé sich selbst inszeniere, nur an sich denke und sich gegenüber PSG in einer starken Position befinde. In der Tat sitzt der Klub aber am längeren Hebel. Mbappé ist schließlich noch bis 2023 gebunden und besitzt keine Ausstiegsklausel.