Zu gerne würde Roman Bezjak beweisen, dass er die zwei Millionen Euro wert ist, die Darmstadt 98 im Sommer 2016 für ihn an HNK Rijeka überwies. Jedoch mangelt es dem weiterhin teuersten Einkauf der Vereinshistorie an der Möglichkeit. Unter Torsten Frings ist der 28-Jährige abgemeldet, nur fünfte Wahl, wie der Coach ihn wissen ließ.

Beweisen durfte sich Bezjak zuletzt nur im Rahmen der Nationalmannschaft, gegen England und Schottland. Als Rechtsaußen – das sei angemerkt – traf der Torjäger dabei zweimal für sein Heimatland. Ein internationaler Lichtblick am Rande des tristen Vereinsalltags. Ein Lichtblick, den man auch in Budapest vernahm.

Vergangene Woche reiste Bezjak, der sich aktuell mit seinem Personal Trainer Branko Zibert fit hält, in die ungarische Hauptstadt. Allerdings nicht, um bei Ferencvaros ein Probetraining zu absolvieren, sondern um sich mit Trainer Thomas Doll zu treffen. Eine Reise, die sich gelohnt haben könnte.

Heiße Spur nach Budapest

Wie FT erfuhr, würde Doll den slowenischen Nationalspieler gerne im Winter an die Donau holen. Und auch Bezjak kann sich einen Wechsel zu Ferencvaros prinzipiell vorstellen. Dazu müssten die Lilien aber mitspielen. Eine Leihe ist ausgeschlossen. Im Zuge der Entwicklungen der vergangenen Monate wird der SV98 aber nicht ansatzweise die Ablöse für Bezjak fordern können, die man vor knapp eineinhalb Jahren zahlte.

Gespräche führt Bezjak nach Informationen dieser Redaktion auch mit Bröndby Kopenhagen. Die Spur nach Budapest ist aber deutlich heißer. Ein Wechsel zu Rapid Wien, das im Sommer interessiert war, ist derzeit kein Thema. Auch aus finanziellen Gründen.

Dass Darmstadt einen Bezjak-Transfer im Sommer blockierte, ist derweil nicht korrekt. Einzig Legia Warschau legte den Hessen ein offizielles Leih-Angebot vor. Dieses aber ließ Darmstadt unbeantwortet, und der damals frisch gebackene Vater blieb am Böllenfalltor. Das wird sich im Winter mit großer Wahrscheinlichkeit ändern. Sofern der Zweitligist ein Einsehen hat.