Donnerstagabend im Stadion Georgios Karaiskakis zu Piräus. Nach 180 gespielten Minuten aus Hin- und Rückspiel steht es zwischen Olympiakos und dem RSC Anderlecht 1:1. Verlängerung. Dann schlägt die Stunde von Frank Acheampong. Der Linksaußen des belgischen Hauptstadtklubs sorgt mit einem Doppelpack für die Entscheidung. Der RSCA steht im Achtelfinale der Europa League, wo Mitte März Schalke-Bezwinger Shakhtar Donetsk wartet.

Acheampongs überzeugender Auftritt ist der bisherige Höhepunkt seiner Laufbahn. Dem 22-Jährigen gelang in dieser Saison endgültig der Durchbruch in Anderlecht. Entdeckt haben die Scouts des belgischen Rekordmeisters den in Ghanas Hauptstadt Accra geborenen Flügelspieler in Thailand bei Buriram United. Knapp zwei Jahre hatte Acheampong dort gekickt, dann liehen die Royalen ihn im Januar 2013 zunächst für ein halbes Jahr aus.

„Zwangsläufig Kontakt zu Bundesligisten“

Im Sommer darauf verpflichtete man den achtfachen ghanaischen Nationalspieler dauerhaft. Rasant schnell, wendig wie eine Thomson-Gazelle und ausgestattet mit einem hervorragend ausgeprägten Antizipationsvermögen lässt er seine hölzern wirkenden Gegenspieler reihenweise ins Leere laufen.

Längst steht der Linksaußen auch auf den Listen europäischer Topklubs. Darunter Juventus Turin und Inter Mailand. Wie Berater Oliver König unserer Redaktion bestätigt, beobachten auch Vereine aus der Bundesliga Acheampong. „Sämtliche Spiele des RSC Anderlecht werden von Scouts aus den europäischen Topligen frequentiert. Entsprechend entsenden auch Bundesligisten ihre Beobachter“, verrät Agent König gegenüber FussballTransfers. Und weiter: „Kontakte zu Bundesligisten entstehen dadurch zwangsläufig.

„Bundesliga eine sehr interessante Bühne“

König unterstreicht aber, dass Acheampong noch einen gültigen Vertrag bis 2019 besitzt und sich in Brüssel sehr wohlfühlt. Dennoch sei die Bundesliga hochinteressant für den ghanaischen Flügelstürmer, der in der Vergangenheit beim RSCA auch hinten links zum Einsatz kam: „Sollte der RSC Anderlecht einen Transfer des Spielers in Erwägung ziehen, dann wäre die Bundesliga, wie auch die italienische Serie A, natürlich eine sehr interessante Bühne, um den nächsten Schritt in seiner Entwicklung vorzunehmen.