Ich kann es nicht erwarten, das neue Abenteuer zu beginnen.“ Mit diesen Worten stellte sich Adrien Rabiot bei Juventus Turin vor. Nach monatelangem Streit mit Paris St. Germain, Suspendierung und der Unterschrift unter einen fürstlich dotierten Vertrag plus sattem Handgeld bei Juve war der Franzose voller Vorfreude. Mittlerweile ist davon nicht mehr viel übrig.

Rabiot war zu Saisonbeginn nach etlichen Monaten ohne Wettkampfhärte nicht bei 100 Prozent. Der 24-Jährige musste sich hinten anstellen – und konnte seine Teamkollegen seitdem nicht überholen. Nur in vier Pflichtspielen stand er in der Startelf der Bianconeri. Das Verhältnis zu Maurizio Sarri, der anderen Spielern den Vorzug gibt und wenig mit Rabiot kommuniziert, soll nicht das beste sein.

Abschiedsgedanken

Der zentrale Mittelfeldspieler ist entsprechend unglücklich mit seiner Reservistenrolle. Und verschiedene Klubs wittern ihre Chance. Nach Informationen unserer französischen Partner von Foot Mercato sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Anfragen bei Rabiots Management eingegangen. Europäische Klubs, mehrere aus England, interessieren sich für eine Verpflichtung im Winter.

Mutter und Beraterin Véronique Rabiot sammelt die Angebote und hat bei den Juve-Bossen bereits ihre Unzufriedenheit über die Entwicklung in den vergangenen Monaten hinterlegt. Nach einem halben Jahr auf der Tribüne in Paris und einem halben Jahr auf der Bank in Turin wird es Zeit für Rabiot, die Kurve zu kriegen. Ansonsten wird aus der Delle im Lebenslauf womöglich ein Totalschaden.