1,2 Milliarden: Barças gigantischer Schuldenberg

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie drohen dem FC Barcelona die Luft abzuschnüren. Mittlerweile hat die Lage der Katalanen dramatische Züge angenommen, denn der Klub treibt einen gewaltigen Schuldenberg vor sich her.

Das Camp Nou
Das Camp Nou ©Maxppp

Der FC Barcelona hat seinen jährlichen Finanzbericht veröffentlicht. Was dort auf 82 Seiten (zusammengefasst von ‚Goal.com‘) zu lesen ist , wird jedem, der es mit den Blaugrana hält, wohl Sorgenfalten bereiten. Die Gesamtverschuldung des Klubs beläuft sich mittlerweile auf 1,2 Milliarden Euro. Dabei betragen die kurzfristigen Schulden etwa 730 Millionen Euro.

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Die Zahlen machen deutlich, weswegen Barça in den zurückliegenden Monaten immer wieder mit der Mannschaft über einen Gehaltsverzicht verhandelte. Insgesamt verschlingt der Mannschaftsetat 74 Prozent aller Einnahmen und stellt damit den größten Ausgabenbereich des Klubs dar.

Barça zahlt noch für Coutinho

Auch die noch offenen Transferzahlungen sind dargelegt. Insgesamt schuldet Barcelona jedoch anderen Klubs mehr als andersherum. 126 Millionen Euro sind noch offen, alleine dem FC Liverpool stehen noch 29 Millionen Euro aus dem Verkauf von Philippe Coutinho aus dem Jahr 2017 zu.

Darüber hinaus sind unter anderem noch Zahlungen für Arturo Vidal (elf Millionen Euro an den FC Bayern), Arthur (21 Millionen Euro an Grêmio Porto Alegre) und Malcom (zehn Millionen Euro an Girondins Bordeaux) fällig. Dabei spielt das Trio mittlerweile bereits für andere Vereine.

Auf der Einnahmeseite haben die Katalanen deutlich weniger zu erwarten. 46 Millionen Euro betragen die offenen Forderungen des Klubs, dem beispielsweise noch Geld für die Verkäufe von Marc Cucurella (FC Getafe) oder Carles Pérez (AS Rom) zusteht.

Kein Licht am Ende des Tunnels

Hoffnung auf eine Besserung der Situation besteht kaum. Im Camp Nou hatte man auf eine zeitnahe Stadionrückkehr der Fans gehofft. Die im Bericht anvisierte Auslastung von 25 Prozent ab Februar erscheint aufgrund des aktuellen Pandemie-Geschehens utopisch. Somit wird dem Klub auf absehbare Zeit eine wichtige Einnahmequelle fehlen.

Kurzfristig will sich Barça mit einem Zahlungsaufschub bis Ende Juni Zeit bei seinen Gläubigern verschaffen. Doch sollte sich die Situation hinsichtlich möglicher Zuschauer vor Ort nicht bessern, droht dem La Liga-Giganten die Luft auszugehen.

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