U21-EM: Diese DFB-Talente empfahlen sich für Höheres

Die Hinrunde der U21-Europameisterschaft ist Geschichte. Mit einem 0:0 im letzten Gruppenspiel qualifizierte sich die deutsche Auswahl von Trainer Stefan Kuntz für das Viertelfinale. Mehrere Spieler konnten dabei das internationale Rampenlicht für sich nutzen.

Lukas Nmecha (l.) und Nico Schlotterbeck (m.) spielten ein starkes Turnier
Lukas Nmecha (l.) und Nico Schlotterbeck (m.) spielten ein starkes Turnier ©Maxppp

Mit ausgeprägtem Teamgeist und einer starken Mannschaftsleistung qualifizierte sich die deutsche U21-Nationalmannschaft für das EM-Viertelfinale. Kaum ein Spieler fiel in der Mannschaft von Stefan Kuntz leistungstechnisch ab, doch manche konnten die Bühne U21-EM besser für sich nutzen als andere. FT präsentiert die DFB-Talente, die sich für Höheres empfehlen konnten.

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Lukas Nmecha (22/ RSC Anderlecht)

Schon in den vergangenen Jahren hatte der Stürmer immer wieder aufblitzen lassen, welches Potenzial in ihm schlummert. Während Nmecha damals gute Aktionen noch oft zu hektisch abschloss, ist der 22-Jährige in seiner Spielanlage mittlerweile gereift. Bei der U21-EM machte Nmecha mal die Bälle fest und leitete als Wandspieler überlegt an seine Kollegen weiter, mal bot er sich mit vertikalen Laufwegen als Stoßstürmer an. Zweimal trug sich der gebürtige Hamburger in die Torschützen-Liste ein. Mit solchen Leistungen werden im Sommer wohl auch größere Klubs beim Anderlechter Leihspieler anklopfen, der noch bis 2022 bei Manchester City unter Vertrag steht.

Niklas Dorsch (23/ KAA Gent)

Das zweite U21-Talent, das in der belgischen Liga aktiv ist – und das wohl nicht mehr allzu lange. Beim gestrigen 0:0 gegen Rumänien war Dorsch der beste Mann auf dem Platz, zeigte sich bissig im Zweikampf und präzise als Dirigent der deutschen Elf. Seine starken Leistungen konnte er bei der EM zwar nie über 90 Minuten abrufen, doch dem KAA Gent scheint er schon jetzt entwachsen. Gut möglich, dass im Sommer andere Klubs anklopfen.

Arne Maier (22/ Arminia Bielefeld)

Bei Hertha BSC galt Maier zeitweise als größtes Talent, konnte sich aber dann doch nicht entscheidend durchsetzen. Auch bei Leihklub Arminia Bielefeld wurde der 22-Jährige zunächst ignoriert. Betrachtet man seine Leistungen in der U21-Nationalmannschaft, drängt sich die Frage nach dem Warum auf. An der Seite von Dorsch überzeugte Maier als sicherer Ballverteiler. Sollte die Hertha seinen Status für die kommende Saison nicht überdenken und der Berliner auf den Markt kommen, wird wohl so mancher Bundesligist dankbar zugreifen.

Nico Schlotterbeck (21/ Union Berlin)

Nur ein einziges Gegentor fing sich die DFB-Elf im Turnierlauf und diesem ging ein Torwart-Patzer voraus. Hauptgrund dafür waren die starken Leistungen der Innenverteidiger. Den linken Part gab Schlotterbeck, der nicht nur defensiv, sondern auch offensiv mit guter Spieleröffnung glänzte. Im Sommer wird der 21-Jährige von seiner Leihe bei Union Berlin zum SC Freiburg zurückkehren. Ob er dort eine Zukunft hat, ist angesichts eines Überangebots an Innenverteidigern noch nicht gänzlich geklärt, die Argumente hat Schlotterbeck aber spätestens jetzt auf seiner Seite.

Amos Pieper (23/ Arminia Bielefeld)

Nicht minder überzeugend spielte Schlotterbecks Nebenmann. Für Pieper war die Bühne U21-EM von besonderer Wichtigkeit, denn der 23-Jährige steht am Scheideweg seiner Karriere. Bis 2022 ist er noch an Arminia Bielefeld gebunden, sollte er nicht verlängern – was er ohne den Klassenerhalt kaum tun wird – wird zwangsläufig ein Verkauf zum Thema. Spätestens jetzt werden mehrere Bundesligisten auf ihn aufmerksam geworden sein.

Jonathan Burkardt (20/ Mainz 05)

„Aber klar ist das hier eine tolle Plattform, um mich zu zeigen. Das möchte ich natürlich gerne nutzen“, sagte der Offensivspieler erst vor wenigen Tagen der ‚Bild‘. Nach Abschluss der Vorrunde lässt sich konstatieren: Chance genutzt. Gegen die Niederlande (1:1) wurde Burkardt mit einem starken Assist zum Matchwinner und auch sonst konnte der 20-Jährige vor allem mit seinem Tempo überzeugen. Sein Vertrag in Mainz läuft 2022 aus, auch hier könnte es auf einen Abschied hinauslaufen, sollte eine Verlängerung ausbleiben.

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