Tristesse in der „Mondlandschaft“ | Xavis „glorreiche Sieben“

In England bereitet der Presse die unfertige Infrastruktur im WM-Gastgeberland Katar große Sorgen. In Spanien widmet man sich dem neuen Gesicht des FC Barcelona, während in Portugal Routinier Pepe für die Schlagzeilen sorgt. FT wirft den täglichen Blick in die internationalen Sportzeitungen.

Die Presseschau vom 20. September
Die Presseschau vom 20. September ©Maxppp

WM-Sorgen in England

In rund zwei Monaten startet die Weltmeisterschaft in Katar. Anlass für die ‚Daily Mail‘, beim Gastgeberland vorbeizuschauen und sich einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen. Das Fazit der Tageszeitung fällt jedoch mehr als ernüchternd aus: „Alkoholverbote, düstere Zimmer für Fans zu überhöhten Preisen und Big Brother-Spionagekameras.“ Ein Großteil der Unterkünfte – meist Zelt- oder Container-Landschaften inmitten der Wüste – sind noch nicht fertiggestellt, wie zahlreiche Bilder belegen. Das Unterhaltungsprogramm könnte ebenfalls überschaubar werden: „Das Problem von Doha besteht darin, dass es in dieser weitgehend unfruchtbaren Mondlandschaft nicht viel Kultur – oder überhaupt etwas – gibt.“ Die WM-Party ist angerichtet.

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Das neue Barça

Beim FC Barcelona findet nach der Generalüberholung des Kaders auf dem Transfermarkt der Generationenwechsel statt. Die ‚Sport‘ widmet der Runderneuerung der Blaugrana ihre heutige Titelstory: „Die glorreichen Sieben von Xavi.“ Demnach bilden „Pedri, Gavi, Koundé, Lewandowski, ter Stegen, Araújo und Dembélé die Basis des neuen Barça. Nach nur acht Spielen weiß der Trainer bereits sehr genau, welche Spieler für sein Projekt unerlässlich sind.“ Beim jüngsten 3:0-Sieg gegen den FC Elche ließ Xavi mit Gerard Piqué, Jordi Alba, Sergio Busquets und Sergi Roberto die vier Kapitänskandidaten entweder auf der Tribüne oder der Bank. Es scheint eine Ära zu Ende zu gehen.

Tauziehen um Pepe

Wenn es in der portugiesischen Nationalmannschaft einen Akteur neben Cristiano Ronaldo gibt, der unverzichtbar ist, dann ist es Abwehrchef Pepe. Der inzwischen 39-jährige Haudegen wurde von Nationaltrainer Fernando Santos für die anstehende Länderspielphase nominiert – das sorgt beim FC Porto für Sorgenfalten, der eine Verletzung des Routiniers vermeiden will. Wie die ‚O Jogo‘ anmerkt, „erschwert die Nominierung Pepes Management“. Und weiter: „Die körperliche Verfassung des Innenverteidigers wird von den Dragões mit der Zange angefasst, aber Fernando Santos wird ihn nicht aufgeben“. Portugal kann mit Blick auf die WM in Katar auf den 127-fachen Nationalspieler einfach nicht verzichten – Porto aber erst recht nicht.

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