„Hinhalte-Taktik wollte ich nicht weiter ertragen“ – Ginter & Zakaria schon im Winter weg?

Borussia Mönchengladbach muss spätestens ab der neuen Saison ohne Matthias Ginter und Denis Zakaria auskommen. Max Eberl äußert sich zu den Geschehnissen, einen Verkauf schon im Winter schließt der Sportdirektor nicht aus.

Max Eberl ist Sportdirektor bei Borussia Mönchengladabch
Max Eberl ist Sportdirektor bei Borussia Mönchengladabch ©Maxppp

Matthias Ginter und Denis Zakaria werden ihre auslaufenden Verträge bei Borussia Mönchengladbach nicht verlängern, das ist seit dieser Woche offiziell bestätigt. Offen ist noch der Abschiedszeitpunkt, bestünde im anstehenden Winter-Transferfenster doch immerhin noch die Gelegenheit, eine Ablöse für die Leistungsträger einzustreichen.

Unter der Anzeige geht's weiter

Einen Verkauf im Januar schließt man nicht aus, bestätigt Max Eberl im Interview mit ‚Sky‘. Für Zakaria würde die Borussia gerne sieben Millionen Euro Ablöse sehen, berichtete zuletzt die ‚Sport Bild‘ – zahlungsfähige Interessenten gibt es en masse. Auch Ginter hat einen großen Markt, so hat laut italienischen Medienberichten Inter Mailand ein konkretes Vertragsangebot vorgelegt.

„Hinhalte-Taktik wollte ich nicht weiter ertragen“

Für Eberl war derweil wichtig, „bevor die Winterpause begann, Entscheidungen [zu] haben“, man habe „Nägel mit Köpfen machen“ wollen: „Diese Hinhalte-Taktik wollte ich nicht weiter ertragen“. Schließlich habe der Tabellen-14. eine „komplizierte Rückrunde vor der Brust“, auf die der gesamtheitliche Fokus gelenkt werden soll.

Gladbach habe sich intensiv um eine Verlängerung mit dem Duo bemüht, in der Coronakrise aber auch „kein Risiko“ eingehen wollen. Die Borussia sei aktuell „nicht in der Lage, Angebote mitzugehen, die andere Vereine anbieten.“ Eberl kündigt an: „Wir fallen nicht in Schockstarre und deswegen wird es den Verein auch nicht aus dem Fundament hauen, sondern wir haben jetzt Klarheit und mit der Klarheit können wir arbeiten.“

„Haben Ideen im Kopf“

Gefragt nach einem möglichen Verkauf von Marcus Thuram meint Eberl: „Wenn es für irgendeinen Spieler bei uns ein herausragendes Angebot gibt, dann müssen wir uns hinsetzen und entscheiden. Aber der Januar-Markt ist nicht gerade der ergiebigste. Der Sommer war schon sehr kompliziert und der Januar ist nicht gerade besser.“

Klar ist, ein solcher Transfer würde finanzielle Mittel für Neuzugänge freimachen, die entstehenden Kaderlücken gilt es, früher oder später zu füllen. „Wir haben jetzt Entscheidungen, was das Budget für die neue Saison betrifft, was wir frei haben und was noch zur Verfügung steht. Jetzt muss man schauen, wie sich der Transfermarkt entwickelt“, erläutert Eberl.

Der Sportdirektor weiter: „Wie entwickeln sich bei uns Entscheidungen? Wir haben Ideen im Kopf, die hatten wir im Sommer auch schon. […] Und jetzt muss man schauen, was dann tatsächlich in der Kasse ist, um dann auch was ausgeben zu können.“ Es stehen weiterhin geschäftige Tage an für den Gladbacher Kaderplaner.

Weitere Infos

Kommentare