28. Spieltag: Frankfurt gewinnt Verfolgerduell | Bayern geht auf dem Zahnfleisch

Eintracht Frankfurt setzt sich in den Champions League-Rängen fest und greift den VfL Wolfsburg auf Rang drei an. Die Bayern kommen mit einer Rumpf-Truppe nicht über ein Remis gegen Union Berlin hinaus. Leipzig gibt sich keine Blöße in Bremen.

Jamal Musiala bejubelt seinen Treffer gegen Union Berlin
Jamal Musiala bejubelt seinen Treffer gegen Union Berlin ©Maxppp

FC Bayern München - 1. FC Union Berlin 1:1

Flick zur Rotation gezwungen

Unter der Anzeige geht's weiter

Durch die anhaltende Verletzungsmisere bei den Bayern war Hansi Flick zur Rotation gezwungen. Mit Josip Stanisic stand ein Debütant in der Startelf. Zusätzlich rückten mit Javi Martínez, Bouna Sarr, Tiago Dantas und Jamal Musiala weitere Ergänzungsspieler ins Team. Spielfluss kam dadurch beim Rekordmeister nur wenig auf und man tat sich gegen kompakte Unioner sehr schwer.

Ingvartsen sichert Union Punkt

Trotz weiterer neuer Gesichter wie dem von Christopher Scott erhöhten die Bayern nach und nach den Druck. Tatsächlich fiel das Tor zum 1:0 dann sehenswert durch Musiala (68.). Die Unioner schafften allerdings noch den Ausgleich durch Marcus Ingvartsen (86.) gegen die Bayern, die sichtlich auf dem Zahnfleisch gingen. Durch das Remis können die Köpenicker sich darüber freuen, Anschluss an die Europa League-Plätze zu halten.

Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 4:2

Hin und her in der Anfangsphase

Im Duell der Champions League-Aspiranten ging es zu Beginn heiß her. Den Führungstreffer von Ridle Baku (7.) glich Daichi Kamada (8.) umgehend wieder aus. Nach Vorarbeit von André Silva drehte Luka Jović (27.) die Partie dann zugunsten der Eintracht. Beide Mannschaften begegneten sich absolut auf Augenhöhe und zeigten, warum sie auf Rang drei und vier stehen.

Munteres Scheibenschießen geht weiter

Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Wout Weghorst (46.) die erste Chance im zweiten Durchgang, um für ausgeglichene Verhältnisse zu sorgen. Das hielt jedoch nicht lange, denn Silva (54.) brachte die Eintracht schnell wieder in Front. Durch Erik Durm (61.) bauten die Adler ihre Führung auf 4:2 aus. Kurz vor Schluss schafften die Wolfsburger noch den Anschlusstreffer nach einem Eigentor von Tuta (85.) Im direkten Verfolgerduell beißen sich die Adler im Nacken der Wölfe fest. Durch den Sieg trennt sie nur noch ein Punkt vom heutigen Gegner in der Tabelle.

Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach 2:2

Sommer keine Viertelstunde mit dabei

Früh im Spiel kam Yann Sommer als letzter Mann gegen Jhon Córdoba zu spät und erhielt einen bererchtigten Platzverweis (13.) Santiago Ascacíbar (23.) nutzte eine Schusschance von der Strafraumkante mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Eine zu hoch aufgerückte Hertha-Verteidigung wurde von Alassane Plea (27.) mit dem Ausgleich bestraft. Ein Foulspiel von Niklas Stark an Alassane Plea führte zum Strafstoß, den Lars Stindl Lars Stindl (38.) zum 2:1 für die Fohlen verwertete.

VAR braucht lange für Cordoba-Tor

Nach eifriger Prüfung durch den VAR durfte Cordoba (51.) seinen Ausgleichstreffer bejubeln, der die Hertha in Überzahl wieder in eine gute Position für die restliche Spielzeit brachte. Bis zum Ende der Partie schafften es die Hauptstädter allerdings nicht, die zahlenmäßige Überlegenheit weiter auszunutzen. Eine Punkteteilung ist für beide Klubs nicht zufriedenstellend. Die Borussia hätte gerne einen größeren Schritt in Richtung Europapokalplätze gemacht, die Hertha steht weiter voll im Abstiegskampf.

Werder Bremen – RB Leipzig 1:4

Qualitätsunterschied sichtbar

Von Beginn an rissen die favorisierten Leipziger das Zepter an sich. In einer von den Roten Bullen sehr dominant geführten Begegnung eröffnete Dani Olmo (24.) den Torreigen, bevor Alexander Sörloth mit einem Doppelpack (32. und 41.) vor der Halbzeit auf 3:0 erhöhte. Damit war die Partie bereits nach der ersten Hälfte gelaufen.

Werder braucht Elfmeter

Aus dem Spiel heraus konnte Werder nach einer Stunde keinen Schuss aufs gegnerische Tor verbuchen. Ein Handelfmeter sollte Abhilfe schaffen. Milot Rashica (60.) nutzte die Chance für Ergebniskosmetik. Der aufkommenden Bremer Euphorie setzte Marcel Sabitzer (64.) mit dem 4:1 aber ein schnelles Ende. Die Leipziger festigen ihren zweiten Rang und können aufgrund der Wolfsburger Niederlage den Abstand vergrößern.

Alle Ergebnisse in der Übersicht

  • FC Bayern München - 1. FC Union Berlin 1:1
  • Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 4:3
  • Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach 2:2
  • Werder Bremen – RB Leipzig 1:4

Weitere Infos

Kommentare