DFB: Drei Gründe für die Ungarn-Niederlage

von Remo Schatz
2 min.
DFB: Drei Gründe für die Ungarn-Niederlage @Maxppp

Gegen Ungarn kassiert Deutschland die erste Niederlage seit der Amtsübernahme von Hansi Flick. Vor allem die erste Hälfte ließ nahezu alles vermissen, was man sich von einer DFB-Elf erhofft. FT hat sich die Gründe näher angeguckt.

Formschwacher Bayern-Block

Vor großen Turnieren diskutieren Experten immer über Sinn und Unsinn von Blockbildungen in der Nationalmannschaft. In gewohnter Regelmäßigkeit stellt der Bundesliga-Dauerprimus FC Bayern den größten Block. Aktuell wird dies der DFB-Elf aber zum Verhängnis. Die Formschwäche beziehungsweise Abschlussschwäche der Bayern-Stars setzt sich auch in der Nationalmannschaft fort.

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Vor allem die Offensive leidet darunter. Während Joshua Kimmich gegen Ungarn noch einer der besten war, enttäuschte vor allem Serge Gnabry. Der Rechtsaußen zeigte, warum er aktuell in München keinen Stammplatz hat und erhielt von FT eine glatte Sechs. Leroy Sané war in der ersten Hälfte auf dem besten Wege, es seinem Mitspieler gleichzutun, präsentierte sich im zweiten Durchgang aber besser. Thomas Müller war bemüht, konnte dem Spiel aber nicht seinen Stempel aufdrücken.

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Flick vercoacht sich

Zwölf Pflichtspiele hielt die Serie von Hansi Flick, nun ist die erste Niederlage als Bundestrainer da. „Besser jetzt als im November“, resümierte der Bundestrainer nach der enttäuschenden 0:1-Pleite gegen die Magyaren. Der Coach muss aber eingestehen, dass er an der Niederlage im vorletzten Test vor der WM in Katar nicht schuldlos war.

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„Wir wollten was ausprobieren mit Jonas (Hofmann, Anm. d. Red.) hinten rechts, mit zwei Verteidigern, die spielstark sind. Das muss ich ein bisschen auf meine Kappe nehmen, wir kamen nie dahin, wo wir sie einsetzen konnten, das hat nicht funktioniert“, gab sich Flick selbstkritisch. Allein ursächlich für die Niederlage war der indisponierte Hofmann aber nicht.

Leader und Emotionen fehlen

„Wenn wir ganz ehrlich sind, man darf es als Trainer und man darf es als Spieler nicht sagen, aber die Nations League interessiert eigentlich niemanden“, gab ‚ZDF‘-Experte Christopher Kramer im Beisein von Flick ein Stimmungsbild ab, das wohl viele Zuschauer teilen. Erschreckenderweise konnte man sich aber dem Eindruck nicht erwehren, dass dies auch für die Mannschaft auf dem Rasen galt.

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Selten hat man ein emotionsloseres Spiel der DFB-Elf gesehen. Und das, obwohl es in Leipzig um den Sieg in der Nations League-Gruppe A3 ging. Kein Spieler ging auf dem Platz voran, weder Mittelfeldmotor Kimmich noch Kapitän Müller. Am kommenden Montag geht es im abschließenden Spiel gegen England um nichts mehr. Die Three Lions sind bereits abgestiegen, Deutschland kann nicht mehr Erster werden. Dennoch ist zu erwarten – oder zu hoffen –, dass die Flick-Elf in Wembley komplett anders auftreten wird.

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