Meunier beim BVB: Im zweiten Jahr endlich angekommen?

Thomas Meunier hat ein durchwachsenes erstes Jahr bei Borussia Dortmund hinter sich. Auch der diesjährige Sommer verlief für den Belgier eher chaotisch. Gegen Bayer Leverkusen zeigte der Rechtsverteidiger, dass das zweite Jahr beim BVB endlich den gewünschten Erfolg bringen kann.

Thomas Meunier feiert mit Erling Haaland und Marin Pongracic
Thomas Meunier feiert mit Erling Haaland und Marin Pongracic ©Maxppp

Bei Borussia Dortmunds Sieg im 4:3-Spektakel gegen Bayer Leverkusen stand wieder einmal Erling Haaland im Rampenlicht. Auch Raphaël Guerreiros herrliches Freistoßtor zu den Hauptattraktionen am gestrigen Samstagnachmittag. Zuarbeiter bei den meisten gefährlichen Aktionen war Thomas Meunier.

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Der Belgier war in der 37. Minute zur Stelle und bereitete mit einer butterweichen Flanke auf Erling Haaland den 1:1 Ausgleichstreffer vor. Kurz danach dasselbe Bild, als Meunier auf der rechten Seite ungestört zur Flanke kommt, das vermeintliche 2:1-Führungstor aber wegen eines vorherigen Fouls vom VAR zurückgepfiffen wird.

Auch beim 3:1 hatte der Rechtsverteidiger entscheidend seine Finger im Spiel, als er Julian Brandts Treffer einleitete. Trotz defensiver Probleme, die dem 30-Jährigen an dem torreichen Nachmittag nicht exklusiv gehörten, präsentierte sich der Vorjahresneuzugang trotz muskulärer Probleme im Vorfeld in bestechender Form. Offensiv war es Meuniers bestes Spiel im BVB-Dress.

Holpriger Sommer

Dabei deutete sich vor einigen Wochen noch nicht an, dass der Belgier einen vielversprechenden Start in die Saison erwischt. Erst nahm der 30-Jährige an der Europameisterschaft teil, verpasste aufgrund des verlängerten Urlaubs Teile der Saisonvorbereitung, infizierte sich im Anschluss mit Corona und fiel erst einmal aus.

„Ganz ehrlich: Die ersten Minuten waren echt hart. Mein Rhythmus war gar nicht da, und so was frustriert dich, dann fängst du an, zu viel nachzudenken. Es fühlt sich ganz wunderbar an, wieder zurück auf dem Platz zu stehen, nach der EM, dem Urlaub, meiner Covid-Infektion. Das war eine absurde Zeit“, sagte Meunier nach seiner Saisonpremiere gegen die TSG Hoffenheim (3:2). Die anschließende Länderspielpause bis zum Leverkusen-Spiel wusste das Kraftpaket offenbar zu nutzen, um den Rückstand aufzuholen.

Rose-System als Helfer?

Zugute kommt dem robusten Rechtsfuß dieses Jahr, dass die rechte Außenbahn größtenteils frei liegt. Anders als im Vorjahr findet sich in Marco Roses 4-3-1-2-System kein Flügelspieler, der vor Meunier auf derselben Seite agiert. Den vorhandenen Platz wusste der ehemalige PSG-Profi zu nutzen.

In der vergangenen Saison kam Meunier in 33 Pflichtspielen auf einen Treffer und zwei Assists. Es sieht ganz danach aus, dass der Belgier seine Offensivstatistiken aus dem Vorjahr frühzeitig übertrifft. Sollte der in jüngerer Vergangenheit inkonstante Rechtsfuß seine Form konservieren, kann der BVB die rechte Abwehrseite vorerst von der Problemliste streichen.

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