Spaniens „Goldjunge“ | Mbappé übel verhöhnt

von Niklas Scheifers
2 min.
Die FT-Presseschau @Maxppp

Die EM hat ihren ersten Finalisten. Am Tag nach dem Sieg der Spanier über Frankreich ist von Huldigung bis Häme alles dabei in den Reaktionen der Presse.

Phänomen Yamal

Sind bei dieser EM mal wieder die Spanier an der Reihe? Ganz gleich, ob England oder die Niederlande – wer auch immer am heutigen Mittwoch (21 Uhr) La Furia Roja ins Finale folgt, ist gegen diese Spanien nur Außenseiter. Zu überzeugend haben sich die Iberer nun auch im Halbfinale gegen die so defensivstarken Franzosen präsentiert. Beim 2:1-Sieg über die Équipe Tricolore stach ein 16-jähriger Bursche mit Zahnspange heraus: Lamine Yamal. Oder wie ihn die ‚Gazzetta dello Sport‘ tauft: „Der Goldjunge“. Was für ein Wahnsinnstor erzielte dieser unglaublich talentierte Teenager da bitte zum 1:1?

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Ein kleiner Schlenker nach links, dann ein traumhafter Schlenzer an den oberen Innenpfosten und von dort ins Tor – keine Chance für Frankreich-Keeper Mike Maignan. „Er ist ein Phänomen“, huldigt die katalanische Sportzeitung ‚L’Esportiu‘ dem Teenager. Die Kollegen von ‚Mundo Deportivo‘ jubeln über „Lamine Final“. Zumindest die ‚Marca‘ widmet ihre Schlagzeile der gesamten spanischen Mannschaft: „Super-Spanien im Finale!“ Ein Triumph, den nicht nur die ‚as‘ als „historisch“ empfindet.

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Hohn & Spott für Mbappé

Riesengroß dagegen die Enttäuschung nördlich der Pyrenäen. Frankreich startete wie bei praktisch jedem Turnier als Topfavorit, geht bei dieser Endrunde aber erneut leer aus. Und so wie auf der anderen Seite Yamal abgefeiert wird, steht bei den Verlierern der größte Star im Zentrum der Kritik: „Mbappé fällt (mal wieder) durch“, so das Urteil auf der Titelseite von ‚Le Figaro‘. ‚L’Équipe‘ befand den spielerisch erneut nicht überzeugenden Auftritt von Les Bleus „demaskierend“ – eine Anspielung auf die Maske, die Mbappé nach seinem Nasenbeinbruch in mehreren EM-Spielen tragen musste.

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Frankreich mag den höchsten Kadermarktwert aller teilnehmenden Mannschaften haben, zog gegen die spielerische Klasse des gestrigen Gegners aber klar den Kürzeren. Zollten die Spanier nach dem dramatischen Weiterkommen gegen Deutschland der unterlegenen Gastgebermannschaft noch den gebührenden Respekt für eine starke Leistung, richtet sich gegen die Franzosen nun deutlich mehr Häme – vor allem gegen Mbappé. Die ‚Sport‘ fragt provokant: „War Mbappé bei dieser Europameisterschaft?“ Voll auf die Zwölf geht diese Überschrift der ‚Mundo Deportivo‘: „Mbappé trug keine Maske, um das Tor von Yamal besser sehen zu können.“ Touché.

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