Transferzeugnis BVB: Von Note 1 bis Note 4

Fünfmal schlug Borussia Dortmund im Sommer auf dem Transfermarkt zu. FT bewertet die Neuzugänge der Schwarz-Gelben.

Kobel, Pongracic und Malen sind neu beim BVB
Kobel, Pongracic und Malen sind neu beim BVB ©Maxppp

Donyell Malen (PSV Eindhoven/30 Mio.)

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Lange Zeit buhlte Borussia Dortmund um den pfeilschnellen Offensivspieler, der letztlich für 30 Millionen Euro aus Eindhoven kam. Als Nachfolger für Jadon Sancho verpflichtet, ist der Erwartungsdruck für Malen selbstredend hoch. Den hohen Ansprüchen wird der Niederländer bislang nicht gerecht. Der Rechtsfuß wirkt zuweilen wie ein Fremdkörper, die Spielbindung fehlt. Ein magerer Treffer und ein Assist stehen nach zwölf Pflichtspielen zu Buche. Der qualitative Sprung aus der Eredevise in die Bundesliga ist groß, beim BVB wird man dem 22-Jährigen Eingewöhnungszeit einräumen. Klar ist aber auch: Der Königstransfer muss bald liefern, ansonsten droht ihm ein Bankplatz in der hochwertig besetzten Offensive der Schwarz-Gelben. Note: 4

Gregor Kobel (VfB Stuttgart/15 Mio.)

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Mit reihenweise starken Leistungen für den VfB machte Kobel in der vergangenen Saison auf sich aufmerksam und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Ohne große Anlaufzeit hat sich der 23-Jährige ins schwarz-gelbe Kollektiv eingefügt und verkörpert den lange Zeit schmerzlich vermissten sicheren Rückhalt im Tor. Augenscheinlich haben sich die Dortmunder einen der talentiertesten Keeper der Bundesliga gesichert, der sowohl mit guten Reflexen als auch mit einer guten Spieleröffnung aufwartet. Abgesehen von seinem Abspielfehler gegen den 1. FSV Mainz am vergangenen Bundesliga-Spieltag, der zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer führte, agierte der 1,94-Meter-Mann bis dato nahezu fehlerfrei. Note: 1,5

Marin Pongracic (VfL Wolfsburg/Leihe)

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Seit seinem Wechsel aus Wolfsburg kam der Innenverteidiger in fünf Ligapartien für den BVB zum Einsatz, stand jedoch nur zweimal in der Startelf. Pongracic ist als Backup für Mats Hummels und Manuel Akanji eingeplant. Bislang erhielt der zweifache kroatische Nationalspieler nicht viele Möglichkeiten, um sich zu auszuzeichnen, agierte in seinen wenigen Spielminuten aber meist solide. Die Saison ist lang und Dortmund spielt in drei Wettbewerben. Pongracic wird die Chance erhalten, sich unter Marco Rose – der ihn bereits bei RB Salzburg coachte – für einen längerfristigen Verbleib zu empfehlen. Note: 3

Soumaïla Coulibaly (Paris St. Germain/ablösefrei)

PSG wollte den 18-Jährigen langfristig binden, doch Coulibaly sah keine Perspektive beim Scheich-Klub. Der BVB schaltete früh und sicherte sich das vielversprechende Defensiv-Talent. Coulibaly bringt alle wünschenswerten Anlagen eines modernen Innenverteidigers mit: Der 1,91-Meter-Mann verfügt über eine gute Spieleröffnung, starkes Kopfballspiel und eine hohe Endgeschwindigkeit. Auf einen Einsatz für die Dortmunder wartet Coulibaly noch – lange laborierte der Franzose an einer Kreuzbandverletzung, die ihn zum Zuschauen zwang. Seit Anfang Oktober nimmt er am Mannschaftstraining teil, der erste Pflichtspieleinsatz dürfte bald folgen. Ohne Bewertung

Abdoulaye Kamara (Paris St. Germain/ablösefrei)

Das nächste vieler ehemaliger PSG-Talente, die in den vergangenen Jahren in die Bundesliga wechselten. Kamara ist ein Versprechen für die Zukunft und wartet bislang ebenso wie Coulibaly auf sein Debüt für die Profimannschaft. In der dritten Liga durfte der defensive Mittelfeldspieler in dieser Saison siebenmal ran, kam zudem zu vier Einsätzen für die U19. Der 16-Jährige wird behutsam an die erste Mannschaft herangeführt. Ohne Bewertung

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