Drei Zusagen & kein Transfer: Die verrückteste Geschichte des Deadline Days

Drei Vereine hatten Bamba Dieng an der Angel – einen neuen Klub hat der Angreifer offiziell aber noch nicht. Die Saga um den Profi von Olympique Marseille war wohl die kurioseste Geschichte am gestrigen Deadline Day.

Bamba Dieng vor einem Marseille-Spiel
Bamba Dieng vor einem Marseille-Spiel ©Maxppp

Bamba Dieng hat sehr ereignisreiche 24 Stunden hinter sich. Dass der 22-jährige Mittelstürmer derzeit immer noch bei Olympique Marseille ist, gleicht einem Wunder. Dieng hoffte lange Zeit darauf, bei OM bleiben zu können. Schließlich hatte der Senegalese in der vergangenen Saison immerhin acht Treffer und drei Assists in 36 Partien beisteuern können.

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Bei Marseille wollte man den Offensivspieler jedoch nicht mehr, stellte ihn während der Saisonvorbereitung aufs Abstellgleis und erhoffte sich dennoch eine stattliche Ablöse von zehn Millionen Euro. Die starren Vorstellungen des Klubs von der Côte d’Azur waren es, die gleich mehrere Deals am gestrigen Donnerstag verhinderten.

Der OGC Nizza, Racing Straßburg und der FC Lorient standen in den Startlöchern und wollten Dieng gerne unter Vertrag nehmen. Mit Lorient einigte sich Marseille zunächst auf einen Transfer, doch die angebotene Leihe mit Kaufoption war OM dann doch zu wenig. Der Mittelmeer-Klub hoffte auf einen Millionenregen aus der Premier League – und bekam ihn.

Per Flieger nach England

Leeds United meldete sein Interesse an und grätschte den Lorient-Deal noch ab. Daraufhin wurde ein Jet gechartert, mit dem Dieng nach England fliegen sollte. Die beiden Vereine waren sich einig, aber bei den Vertragsbedingungen zwischen dem Spieler und Leeds hakte es noch. Auch dieser Transfer wurde letztlich nicht finalisiert – auf die erste Kehrtwende folgte die zweite.

Aus dem Nichts tauchte Diengs Berater am Nachmittag mit einem zufriedenstellenden Angebot von Nizza auf. Zwölf Millionen Euro Ablöse plus eine Weiterverkaufsbeteiligung erfüllten die Vorstellungen aus Marseille, die den Leeds-Deal umgehend absagten. Leeds brach verständlicherweise aufgebracht den Kontakt ab und so hatte Nizza im Prinzip freie Bahn.

Doch auch beim anderen Klub von der Côte d’Azur lief nicht alles nach Plan. Beim Medizincheck machte der Zustand von Diengs Knie den Nizza-Ärzten Sorgen und der 22-Jährige fiel durch die Untersuchung. Schließlich kehrte der Angreifer nach einem hektischen Donnerstag zurück zu Marseille – wo man für Dieng keine Verwendung hat.

Hoffnung auf Happy End

Ein kleines Licht am Horizont bleibt dem Senegalesen noch: In der Ligue 1 ist es Klubs erlaubt, einen Spieler außerhalb des Transferfensters als sogenannten Joker zu verpflichten. Am heutigen Freitag sollen weitere medizinische Untersuchungen bei Nizza Aufschluss geben. Ganz vom Tisch ist der Transfer also noch nicht – es wäre Dieng nach dem Chaos zu wünschen.

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