Systemwechsel: Zwei Flügelstürmer für Leipzig?

Bei RB Leipzig kündigt sich mit dem Abschied von Julian Nagelsmann eine taktische Gezeitenwende an. Nachfolger Jesse Marsch wird das Spiel über die Flügel nach vorne verlagern und braucht dafür neue Spieler.

Matheus Pereira salutiert nach einem Treffer
Matheus Pereira salutiert nach einem Treffer ©Maxppp

Im 3-4-2-1-System von Julian Nagelsmann werden die Außenbahnen bei RB Leipzig aktuell noch komplett von den hochstehenden Außenverteidigern beackert – defensiv wie offensiv. Mit der Amtsübernahme von Jesse Marsch im Sommer wird dieser Ansatz sehr wahrscheinlich der Vergangenheit angehören.

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Bei Noch-Arbeitgeber und Leipzig-Schwesterklub RB Salzburg bevorzugt der US-Amerikaner nämlich ein flaches 4-4-2-System. Nicht ausgeschlossen zwar, dass Marsch dieses in der deutlich intensiveren deutschen Bundesliga anpasst, dennoch sollten künftig klassische Außenstürmer im Leipziger Kader zu finden sein.

Einer links, einer rechts

Dazu passen die Meldungen, die zwei solcher Spielertypen mit den Sachsen in Verbindung bringen. Der eine, Brenden Aaronson, ist als Marsch-Landsmann und -Schüler ein denkbar logischer Kandidat. Nach einem starken Start in Salzburg mit sieben Toren und drei Vorlagen in 22 Pflichtspielen steht der 20-Jährige US-Boy, der bevorzugt über links kommt, laut ‚Salzburger Nachrichten‘ schon auf dem Leipziger Zettel.

Der andere, Matheus Pereira, ist mit 25 Jahren noch ein gutes Stück erfahrener als Aaronson, kennt die Bundesliga auch bereits aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg (2018/19). Der Brasilianer, zumeist rechts zu finden, zählte mit elf Saisontoren und fünf Vorlagen zu den wenigen Lichtblicken bei Premier League-Absteiger West Bromwich Albion. So zog Pereira laut ‚Daily Express‘ das RB-Interesse auf sich, steht aber auch bei Leicester City, Leeds und West Ham hoch im Kurs.

Preislich dürften beide Kandidaten nicht unbedingt als Schnäppchen durchgehen. Aaronson steht in Salzburg noch bis 2025 unter Vertrag, Pereiras Vertrag mit West Brom ist noch bis 2024 datiert. Im vergangenen Sommer kostete er die Engländer noch eine Ablöse von gut acht Millionen Euro.

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