Thurams steiler Abstieg – Wechsel noch im Winter?

Einst war Marcus Thuram Publikumsliebling in Mönchengladbach. Mittlerweile hat das Standing des Angreifers ebenso gelitten wie sein Marktwert.

Marcus Thuram spielt seit 2019 in Mönchengladbach
Marcus Thuram spielt seit 2019 in Mönchengladbach ©Maxppp

August 2021: Inter Mailand und Borussia Mönchengladbach einigen sich auf den Wechsel von Marcus Thuram. 25 Millionen Euro Ablöse sollen an den Niederrhein fließen. Kurz darauf zieht sich der Angreifer einen Innenbandanriss im Knie zu, Inter sagt den Deal ab.

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Januar 2022: Nur viereinhalb Monate sind seitdem vergangen. Eine Ablöse wie die im Sommer verhandelte scheint mittlerweile unerreichbar. Nach seinem Comeback Ende Oktober bestritt Thuram zehn Spiele – und glänzte statt mit Scorerpunkten (null) mit Lustlosigkeit.

Bei den Fans ist der einstige eckfahnenschwenkende Publikumsliebling nicht mehr gut gelitten, ebenso wenig wie bei Trainer Adi Hütter, der Thuram erst einmal über 90 Minuten vertraute. Kein Wunder, dass der 24-Jährige weg will. Laut der ‚Bild‘ am liebsten noch im Winter. Doch Angebote sind nicht in Sicht.

Seltene Voraussetzungen

Dabei sind Thurams Anlagen unbestritten und selten zu finden. Für seine 1,92 Meter Körperlänge ist der robuste und torgefährliche Franzose ungemein stark am Ball und zudem schnell unterwegs. In der Saison 2019/20 erreichte Thuram einen Topspeed von 35,6 km/h, war damit sechstschnellster Spieler der Liga.

Diese Qualitäten bringt Thuram aber mittlerweile nicht mehr aufs Feld (Topspeed 2021/22: 33,95 km/h). Zu häufig fehlt dem 24-Jährigen die Intensität, zu häufig merkt man ihm an, dass er im Sommer gedanklich schon in Mailand war. Damit in Zukunft nochmal Klubs solchen Kalibers anklopfen, muss Thuram seinen steilen Abstieg stoppen und sich in der Rückrunde mächtig steigern.

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