Hertha unter Labbadia: Big-City-Bank

Nach dem 3:0 beim Debüt von Bruno Labbadia in Hoffenheim will die Hertha heute Abend (20:30 Uhr) im Berliner Stadtderby nachlegen. Der neue Trainer wird dabei erneut keine Rücksicht auf Namen nehmen.

Krzysztof Piatek wechselte im Januar nach Berlin
Krzysztof Piatek wechselte im Januar nach Berlin ©Maxppp

Satte sieben Wechsel nahm Bruno Labbadia bei seinem Debüt auf der Hertha-Bank am vergangenen Wochenende im Vergleich zum letzten Spiel vor der Coronapause vor. Am Ende stand ein blitzsauberer 3:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim, zu dem zuvor mitunter wenig beachtete Veteranen wie Vedad Ibisevic (35), Per Skjelbred (32), Marvin Plattenhardt (28) oder Peter Pekarik (33) als Starter einen gewichtigen Beitrag leisteten.

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Wenn die Alte Dame heute Abend im prestigeträchtigen Stadtderby auf Union Berlin trifft, dürfe eine kaum veränderte Hertha-Elf auflaufen. Heißt: Die teuren Winterneuzugänge Krzysztof Piątek (24 Millionen Euro, AC Mailand) und Santiago Ascacíbar (10 Mio., VfB Stuttgart) werden wohl erneut nicht beginnen. Letzterer fehlt laut ‚kicker‘ ohnehin verletzt, genau wie Nationalspieler Niklas Stark, der in Sinsheim ebenfalls nur Ersatz war.

Labbadias Debüt zeigte, dass er bei der Aufstellung keinerlei Rücksicht auf Namen nimmt. Damit ist der 54-Jährige gewissermaßen das Gegenmodell zu Vorgänger Jürgen Klinsmann, der die Hertha mit Investoren-Millionen und hochdekorierten Spielern lieber heute als morgen zum „Big-City-Klub“ machen wollte. Labbadida wirkt da bislang eher entschleunigend. Gut möglich, dass er heute Abend erneut nur eine Big-City-Bank bringt, sprich teure Stars wie Piatek zuschauen lässt.

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