„War hart für Marco“: Terzics Worte über Reus lassen tief blicken

von Niklas Scheifers
1 min.
Marco Reus und Edin Terzic @Maxppp

Marco Reus bekommt bei Borussia Dortmund kaum noch Chancen, sich auszuzeichnen. Aktuell sieht es eher nicht danach aus, als dürfte sich die BVB-Legende noch einmal mit Nachdruck für einen neuen Vertrag empfehlen.

Es ist nicht die Saison von Marco Reus. Im Champions League-Duell gegen Atlético Madrid (1:2) kam der ehemalige Kapitän nur zu einem Kurzeinsatz von wenigen Minuten für Borussia Dortmund. Man sollte meinen, dass der 34-Jährige danach ausgeruht war für ein paar Minuten mehr gegen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach. Doch Edin Terzic sah das anders.

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„Wir wollten nicht nur körperliche, sondern auch mentale Frische haben“, begründete der BVB-Coach auf der heutigen Pressekonferenz die Maßnahme, Reus gegen die Fohlen komplett auf der Bank zu lassen. Julian Brandt, der Konkurrent auf der Zehnerposition, habe in Madrid „nur 45 Minuten gespielt und signalisiert, von Anfang an da und fit zu sein“.

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Fit müsste nach der Minutenrechnung allerdings auch Reus gewesen sein. Nicht einmal eine Einwechslung war drin für den Routinier, weil es laut Terzic die Spielsituation in Unterzahl nicht zuließ. „Das war hart für Marco, das weiß ich, das ist auch nicht leicht“, gewährte der Übungsleiter Einblick in die Gefühlswelt der Klub-Ikone, die offenkundig schwer an der Situation zu knabbern hat.

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Reus-Abgang vorprogrammiert?

Nach dem Gladbach-Spiel habe man zwar „nochmal miteinander gesprochen“. Dass Reus und Terzic, deren Verhältnis schon länger als kompliziert gilt, dabei alle Ungereimtheiten aus der Welt geschafft haben, darf allerdings bezweifelt werden.

Die Ansage an grundsätzlich jeden BVB-Ersatzspieler: „Die Entscheidung eines Trainers muss er nicht immer gut finden, er muss sie nicht immer akzeptieren, er muss sie respektieren und er kann mit guten Leistungen zeigen, dass ich falsch lag.“ Viele Gelegenheiten wird Reus bis zum Vertragsende aber nicht mehr bekommen. Ein spätes Empfehlungsschreiben für eine weitere Saison in Schwarz-Gelb ist da kaum noch drin – es riecht stark nach Abschied.

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