Eduardo Camavinga ist ein Ausnahmetalent. Der mittlerweile 17-Jährige spielt seit vergangenem April regelmäßig für die Profis von Stade Rennes. Den Franzosen macht das zum jüngsten Debütanten aller Zeiten in den europäischen Topligen. Mittlerweile ist er festes Mitglied der ersten Mannschaft und ein (unter anderem vom BVB) umworbenes Juwel.

Eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht – und in Deutschland so nicht möglich wäre. Um in der Bundesliga spielen zu können, muss man mindestens dem jüngeren Jahrgang der A-Junioren angehören.

Lange wird es diese Regel wohl nicht mehr geben. Laut ‚Bild‘ und ‚Welt‘ soll es ab der kommenden Saison schon möglich sein, im Alter von 16 Jahren deutschen Profi-Fußball zu spielen. Ende März wird die DFL-Vollversammlung, an der die 36 Klubs aus der ersten und zweiten Bundesliga teilnehmen, über die Altersregelung entscheiden. Borussia Dortmund soll einen entsprechenden Antrag bereits eingereicht haben.

Neue Regel käme Dortmund entgegen

Dass ausgerechnet der BVB die Altersreform federführend angeht, kommt wenig überraschend. Schließlich verfügen die Schwarz-Gelben mit Youssoufa Moukoko (15) über ein Ausnahmetalent, das Stand jetzt aber erst in der übernächsten Saison Bundesliga-Luft schnuppern dürfte. Sollte die neue Regel umgesetzt werden, dürfte Moukoko schon in der nächsten Spielzeit eingesetzt werden.

Die ‚Bild‘ betont aber, dass die Bundesligisten die neue Regel nicht als Türöffner für das BVB-Juwel verstanden wissen wollen. Es gehe darum den, „Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Ligen“ auszugleichen. In jenen Ligen wurde die Altersgrenze schließlich bereits herabgesetzt. Das Beispiel Camavinga zeigt, dass das durchaus sinnvoll sein kann.